Bisher leichteste Achse für LKW wiegt nur 350 kg und trägt 9 Tonnen

Ingenieurinnen und Ingenieure der Göttinger Fakultät Naturwissenschaften und Technik der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen haben das leichteste Fahrwerk seiner Art für Nutzfahrzeuge entwickelt. Das ist deshalb besonders interessant, weil Leichtbau für Nutzfahrzeuge gleich einen doppelten Vorteil bringt. Mehr Nutzlast und weniger Verbrauch bedeuten mehr Gewinn für Spediteure.

Die neue Achse wiegt keine 350 kg und ist damit 40 kg leichter als herkömmliche Fahrwerke. Filigrane Strukturen aus stählernen Zug- und Druckstäben ersetzen schwere, balkenförmige Achskörper und Lenker. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christopher Frey haben die Göttinger HAWK-Ingenieurwissenschaftler bionische Prinzipien und die Lehre von Tragwerksstrukturen auf die Konstruktion des neuartigen Fahrwerkes übertragen. Im Test zeigte sich, dass die Achse auch schwierige Situationen meistert, beispielsweise eine extreme Kurvenstrecke oder die Fahrt über ein Hindernis. Das Forscherteam hat bereits internationale Patente sind angemeldet und arbeitet mit den Industriepartner/inn/en intensiv an der Industrialisierung.

Denn auch die Hersteller profitieren, weil sie weniger Material in der Produktion einsetzen müssen. Der Gewichtsvorteil wird mit kostengünstigen Feinkornbaustählen erzielt, so dass auf den Einsatz von teuren Leichtbauwerkstoffen wie Aluminium oder Carbon verzichtet werden kann. Die Reduktion des Gewichtes kann somit direkt in einen Kostenvorteil umgesetzt werden.

Die HAWK präsentiert das Leichtgewicht auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vom 20. bis 27. September in der Halle 22 am Stand D22.


Quelle und weitere Infos: HAWK, Elektroniknet, Springer Professional, HMI, Göttinger Tageblatt, Innovations Report, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, Hessische/Niedersächsische Allgemeine

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