Carbon macht Mini-Rennsportler schneller

Carbon macht Mini-Rennsportler schneller

Der neue Mini John Cooper Works GP von BMW erhält Kotflügelverbreiterungen (Spats) aus Sichtcarbon. Diese wurden im Landshuter Leichtbau- und Technologiezentrum von BMW entwickelt und im Werk Dingolfing gefertigt.

Die Carbonbestandteile entstehen im Nasspressverfahren und werden in Landshut per automatisiertem Verfahren auf Spritzgussträger aus Kunststoff aufgebracht. Die Materialkombination Sichtcarbon-Kunststoff verwendet der Automobilhersteller laut eigenen Angaben zum ersten Mal. Die Produktionsabläufe wurden vorab in einem Virtual-Reality-Labor simuliert, um die Prozesse möglichst optimal zu gestalten.

„Das Projekt zeigt das Potenzial von Carbonbauteilen für eine einzigartige Fahrzeuggestaltung. Diese hoch individualisierbare Technologie verleiht unseren Premium-Automobilen eine ganz besondere Wertigkeit.“
(Dr. Stefan Kasperowski, BMW Landshut)

Die Carbonteile werden in Landshut auf Spritzgussträger aus Kunststoff aufgebracht. (Quelle: BMW)

Der neue Mini John Cooper Works GP erhält durch die Spats nicht nur ein besonders sportliches Aussehen. Sie machen ihn auch schneller als seinen Vorgänger: Auf der Nordschleife des Nürburgrings ist er mit unter acht Minuten fast eine halbe Minute schneller.

Für die auf 3.000 Fahrzeuge limitierte Auflage des Sondermodells werden die vorderen Kotflügelverbreiterungen mit einer laufenden Nummer individualisiert. Diese wird als Lackschicht (dünner als ein menschliches Haar) per Spezialverfahren aufgebracht. Für die Carbon-Außenschale kommt ebenfalls weltweit erstmalig Recyclingvlies mit hexagonaler Vernähung zum Einsatz.

Bild oben: (Quelle: BMW)


Quelle und weitere Infos: Motormobiles.de, Tunigcar.de, BMW

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