Dualphasenstahl: Weniger geht fast immer

Leichtbau heißt nicht immer Materialsubstitution. Denn auch mit neuen Varianten etablierter Stähle lässt sich noch viel erreichen, wie mit dem Dualphasenstahl DP-K 290Y490T. Der Beitrag bei Henrich Publikationen von der Fachjournalistin Dr. Barbara Stumpp beschreibt, welche Möglichkeiten auch für komplexe Bauteilgeometrien in Dualphasenstählen stecken. Als Beispiel dient eine Türbaugruppe aus dem Forschungsprojekt Incar plus des Unternehmens Thyssenkrupp.

Dort hat man es durch Prozessoptimierung geschafft, dem „alten“ Dualphasenstahl DP-K 290Y490T neues Leben einzuhauchen. Durch das Walzen auf 0,6 mm Blechdicke und mit entsprechenden Oberflächenbeschichtungen lässt sich der Werkstoff für Außenhautbauteile von Fahrzeugen einsetzen.

„Das ermöglicht es, bei einer Türbeplankung zirka 20 % Gewicht zu sparen. Doch bedeutet die höhere Festigkeit bei geringeren Blechdicken, dass man um die Simulation der Prozessgestaltung nicht herumkommt, speziell der Formung schwieriger Bereiche wie Türgriffmulden“
(Michael Linnepe von Thyssenkrupp Steel Europe)

Bild oben: InCar plus-Lösungen bieten zusammengenommen 50 % Gewichtsvorteile, 20 % weniger Kostenund 1,6 t CO2-Ersparnis pro Fahrzeug. (Quelle: Thyssenkrupp)


Quelle und weitere Infos: Henrich Publikationen

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