Einseitiges Punktschweißen optimiert

Die Abschälprüfung belegt die Qualität der einseitigen Punktschweißung: Deren Festigkeit liegt über der Grundfestigkeit des Werkstoffs. (Quelle: Blechnet / SLV Halle)

Die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Halle (SLV) hat gemeinsam mit dem Unternehmen Nimak ein System zum einseitigen Punktschweißen mit thermoexpansionsbasierter Prozessregelung entwickelt, das berichten verschiedene Fachzeitschriften.

Damit seien beim Fügen im Schienenfahrzeugbau Konstruktionsweisen möglich, die vorher nicht denkbar waren. In Zukunft könne das Verfahren auch in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Fertigung von Bussen eingesetzt werden.

Die Idee zu diesem durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) vom BMWI und Energie geförderten Projekt basiert auf der ebenfalls von Nimak entwickelten Technologie Magnetic Drive, bei welcher ein mikroprozessorgesteuerter Elektromagnet nicht nur die Stomstärke, sondern auch die Kraft und den Kraftaufwand während des Pressschweißens steuert. Dadurch lassen sich ein besonders präziser und sanfter Kraftaufbau sowie individuelle Kraftprofile realisieren, was wiederum besonders kurze Fügeprozesse innerhalb von 10 bis 20 ms ermöglicht.

Die Neuentwicklung bietet vor allem für Leichtbaukonzepte überall dort, wo Profil- oder Rohstrukturen genutzt werden, um Gewichtseinsparungen zu erzielen, völlig neue Möglichkeiten. Hier wird üblicherweise das zweiseitige Widerstandspunktschweißen angewendet. Dieses stößt jedoch zunehmen an seine Grenzen, da die Fügestellen durch die Bauteilgeometrie nicht erreichbar sind.


Quelle und weitere Infos: Blech Online, Home of Welding, Blechnet

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