Faserverbund-Metall-Radiallaufrad hält länger durch

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden hat ein Hybrid-Radiallaufrad entwickelt, das im Vergleich zu einer Ganzmetallbauweise bessere Leistungswerte erreicht.

Radiallaufräder in Industriegebläsen sorgen beispielsweise in chemischen Anlagen für den Transport von Prozessgasen. Sie unterliegen dort hohen mechanischen, thermischen und medialen Beanspruchungen. Für die bisher eingesetzten rein metallischen Bauweisen sind kaum noch Leistungssteigerungen möglich.

Das Hybrid-Radiallaufrad konnte in ersten Belastungsversuchen bessere Leistungswerte als ein vergleichbares Laufrad in Metallbauweise erzielen. Bei den am ILK durchgeführten Schleuderversuchen wurde bei einer maximalen Drehzahl von 10.266 1/min eine Umfangsgeschwindigkeit von 543 m/s erreicht. Dies entspricht etwa einer Verdoppelung der maximalen Drehzahl gegenüber dem Referenzbauteil.

ILK gewinnt AVK-Preis für Hochleistungs-Faserverbund-Radiallaufrad. v.l.n.r: Dr.-Ing. Rudolf Kleinholz (Vorsitzender der Jury des AVK-Innovationspreises), Dipl.-Ing. Martin Pohl (ILK), Dr.-Ing. Peter Hermerath (FLT), Prof. Dr.-Ing. Jens Ridzewski (AVK)

Für ihre Entwicklung errangen die Teams des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden und der AiF Forschungsvereinigung für Luft- und Trocknungstechnik (FLT) e. V. im Rahmen des International Composites Congress 2018 den 3. Platz in der Kategorie „Forschung/Wissenschaft“ des AVK-Innovationspreises. Ausschlaggebend für die Ehrung waren eine werkstoffgerechte Auslegungsmethodik, der kostengünstige Fertigungsprozess und die experimentell validierten Berechnungsergebnisse.

Bild oben: Das Leichtbau-Radiallaufrad konnte in ersten Belastungsversuchen bessere Leistungswerte erzielen als ein vergleichbares Laufrad in Metallbauweise. (Quelle: TUD/ILK, Sebastian Spitzer)


Quelle und weitere Informationen: Konstruktionspraxis, TU Dresden

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