Faserverbundbrücke als Lösung für alternde Infrastruktur?

Die bröckelnde Infrastruktur in den USA ist beinahe sprichwörtlich. Eine Lösung des Problems könnten nun Leichtbau-Brücken aus Faserverbundwerkstoffen darstellen. In Tennessee hat eine solche Brücke aus einem faserverstärkten Polymer eine beschädigte alte Betonbrücke ersetzt. Die Installation der Faserverbundbrücke dauerte nur einen Tag, was zu geringeren Energiekosten führte. Die Brücke soll eine Lebensdauer von 100 Jahren haben und im Vergleich zu Betonbrücken deutlich weniger Wartungs- und Reparaturaufwand verursachen.

Entwickelt von Structural Composites im Rahmen eines Projektes des IACMI – The Composites Institute – ist die 7,50 m lange und 4,80 m breite Brücke auf hohe Festigkeit ausgelegt und 90 Prozent leichter als Beton. Sie besteht aus zwei 2,40 x 7,50 m großen korrosionsbeständigen FVK-Deckplatten.

Da die fertigen Brückenteile so leicht waren, konnten sie mit einem Gabelstapler zur Baustelle transportiert und dort an einem Tag installiert werden Das reduzierte Installationszeit und Energiekosten, da weniger Baumaschinen für die Vorbereitung vor Ort benötigt wurden.

In die Oberfläche der Brücke wurden intelligente faseroptische Sensoren integriert, die das Bauwerk überwachen und kritische Leistungs- und Sicherheitsdaten liefern sollen. IACMI und seine Industriepartner wollen aufgrund der Daten eine Fallstudie erstellen, die unter anderem einen genauen Vergleich der Gesamtkosten einer typischen Betonbrücke und einer Brücke aus einem Faserverbund-Kunststoff liefern soll.

Bild oben: Die neue leichte Brücke aus faserverstärktem Polymer wurde schneller errichtet, spart Energie und hält länger als herkömmliche Betonbrücken. (Quelle: IACMI)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Composites World

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