Flexible Bipolarplatten ermöglichen kompakte Batterien

Aktuelle Batteriesysteme basieren auf einer Vielzahl miteinander verschalteter Einzelzellen – was Nachteile in Effizienz und Fertigung mit sich bringt. Forscherinnen und Forscher am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht in Oberhausen haben nun äußerst dünne Bipolarplatten für Batterieanwendungen entwickelt.

Diese dünnen Bipolarplatten bestehen aus elektrisch leitfähig eingestellten Polymeren, die im Rolle-zu-Rolle-Verfahren verarbeitet werden. Gegenüber konventionellen mit Kabeln verbundenen Batteriezellen lassen sich so über 80% des Material einsparen.

2500 cm2 Redox-Flow-Zelle und per Rolle-zu-Rolle-Verfahren gefertigte Bipolarplatte. (Quelle: Fraunhofer Umsicht)

Das Material bietet zahlreiche weitere Vorteile: Es korrodiert nicht und lässt sich nachträglich umformen. Die Bipolarplatten lassen sich verschweißen, so dass das Batteriesystem absolut dicht ist. Konventionelle Biporlarplatten dagegen sind durch die thermische und mechanische Belastung des Materials während der Fertigung zum Verschweißen ungeeignet. Darüber hinaus können die Eigenschaften der Bipolarplatten angepasst werden.

Der Produktionsprozess wurde bereits in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Saueressig in ein kontinuierliches Verfahren übertragen. Das Material wird auf der Hannover Messe vom 1. bis 5. April 2019 zu sehen sein (Halle 2, Stand C22).

Bild oben: Hochflexible Bipolarplatte. (Quelle: Fraunhofer Umsicht)


Quelle und weitere Infos: Fraunhofer Umsicht

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