Forschungsprojekt zu Brückenbau aus nichtrostendem Stahl

Brücken sind in der Regel nicht sehr groß: über 80% von ihnen haben nur eine kleine bis mittlere Spannweite und könnten auch mit nichtrostendem Stahl und Verbundstoffen gebaut werden. Doch die Bemessungsregeln der DIN EN 1993-1-4 sind im Vergleich zu unlegierten Baustählen konservativer und erschweren den Einsatz des Werkstoffes.

Ein neues Forschungsprojekt am Institut für Metall- und Leichtbau der Universität Duisburg-Essen beschäftigt sich deshalb mit der Konstruktion und Fertigung leichter Brücken aus nichtrostendem Stahl und Verbundmaterialien. Einen Schwerpunkt legen die Forscher darauf, Regelungen zur Werkstoffauswahl zu schaffen, mit denen Sprödbrüche verhindert werden. Obwohl der Sprödbruchnachweis unter Ermüdungsbeanspruchung zwingend geführt werden muss, gibt es bisher keine entsprechenden Regelungen.

Die Wissenschaftler wollen in Anlehnung an das bereits existierende Sprödbruchkonzept der DIN EN 1993-1-10 für Baustähle unter anderem bruchmechanische Untersuchungen an nichtrostenden Stählen durchführen. Dabei untersuichen sie vor allem geschweißte Verbindungen aus Duplex- und Lean-Duplex-Stählen.

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl Stahlbau, TU Dortmund und der Professur für Entwerfen und Konstruieren I der TU Dresden durchgeführt

Ansprechpartner am Institut für Metall- und Leichtbau sind Christoph Lorenz, Felix Surholt.


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Quelle und weitere Infos: Universität Duisburg-Essen

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