Fügetechnik für den automobilen Leichtbau

Mit den überarbeiteten FDS-Schrauben von Ejot ist ein lochloses Fügen möglich. (Quelle: Ejot)

Um Karosseriestrukturen in Multimaterial-Bauweise langlebig und sicher zu verbinden, bietet Ejot zwei Neuerungen an. So hat das Unternehmen die FDS-Schraube (Flow Drill Screw) so überarbeitet, dass Bauteile vor dem Fügen nicht mehr gelocht werden müssen. Dazu werden die Fügeparameter den geänderten Bedingungen angepasst und die Geometrie der FDS-Schraube unterhalb des Schraubenkopfes optimiert.

Das Fügen mit Reibelement-Schweißverfahren basiert auf Wärmeeintrag und hoher Flächenpressung. (Quelle: Ejot / Vogel)

Für das Fügen höherfeste Bleche mit Zugfestigkeiten größer 600 MPa hat das Unternehmen eine FDS-M4-Schraube entwickelt. Diese hält den hohen Anforderungen des Materials stand und ist zudem leichter als die bisher eingesetzte Standard-Variante FDS M5.

Beim Reibelement-Schweißverfahren Ejoweld durchdringt ein rotierendes, mit Axialkraft beaufschlagtes Reibelement das Leichtmetall-Bauteil und verschweißt sich aufgrund dem Wärmeeintrag und die hohe Flächenpressung mit dem Bauteil aus höchstfestem Stahl. Ohne Vorlochung entstehen so hochfeste und hochbelastbare Fügepunkte. Das Ejoweld-System ist robotertauglich und modular ausgelegt. Mit lediglich zwei bis drei Arten von Verbindungselementen kann eine hohe Anzahl an für eine Mischbauweise üblichen Materialien gefügt werden. Weitere Vorteile sind eine kurze Prozesszeit, hohe Energieeffizienz und die einfache Adaption an verschiedene Werkstoffe und Werkstoffdicken.

Bild oben: Die fließlochformende Schraube für den Misch- und Leichtbau (Quelle: Ejot)


Quelle und weitere Infos: KEM Konstruktion, Maschinenmarkt, Blechnet, Ejot

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