Hybride Werkstoffe im Leichtbau – Herausforderung mit hohem Innovationspotenzial

In einem Fachbeitrag auf Blechnet beschreibt Wissenschaftsjournalist Dr. Thomas Isenburg, welche Herausforderungen, aber auch welches Innovationspotenzial in Hybriden Werkstoffen stecken. Als hybride Werkstoffe werden, so der Autor, Verbunde aus zwei unterschiedlichen Werkstoffen bezeichnet, die durch das Kombinieren der Werkstoffeigenschaften vor allem im Leichtbau das Erfüllen der Anforderungen aus geringem Gewicht und Bauteil-Leistungsfähigkeit erreichen.

Verbreitet sind Hybride aus Metallen und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen, Stahl- und Aluminiumbleche übernehmen dabei häufig den Metallpart. Die Bauteile sind steifer, fester und schwingungsresistenter als dieselben Bauteile aus einem Monomaterial. Einsatzgebiete finden sich vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie im Automobilbau.

Insbesondere bei Kunststoffen gerät zunehmend auch die Rezyklierbarkeit in den Fokus, wenn es gilt einen Werkstoff für eine Anwendung zu bewerten. Der Autor gibt im Beitrag einen Ausblick auf reversible Klebungen. Die Verbindung zwischen den Monomaterialien lässt sich in diesem Fall über eine Temperaturerhöhung wieder lösen – dies birgt Chancen, kann aber auch zum Sicherheitsrisiko werden. Aus diesem Grund werde hier noch viel Entwicklungsarbeit betrieben, um die Oberflächenmechanismen zu verstehen, und die Möglichkeiten der Hybriden Werkstoffe künftig voll ausschöpfen zu können.

Bild oben: Hybride Werkstoffe werden für Leichtbauteile vor allem in der Luftfahrt, aber auch im Automobilbau eingesetzt. (Quelle: Pixabay | Lars_Nissen)


Quelle und weitere Infos: Blechnet

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