Das Fraunhofer IAP in Potsdam steuert sein Know-How bezüglich nachhaltiger Fasermaterialien für Carbonfasern bei. (Quelle: Fraunhofer IAP)

Das Kraftwerk Boxberg in der Oberlausitz soll zu einem Forschungsstandort für Carbonfasern werden. Beteiligt sind das Exzellenzcluster Merge „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“ der TU Chemnitz, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP). Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits im September unterzeichnet.

Bei dem Projekt „InnoCarbEnergy‎“ geht es um die Entwicklung von Leichtbaustrukturen für den Automobil- und Schiffbau sowie die Luft- und Raumfahrt. Im ersten Schritt soll eine vollausgestattete Forschungs-Pilotlinie zur Herstellung von Carbonfasern entstehen, an der neuartige Fertigungsverfahren und Methoden des Energiemanagements entwickelt und erprobt werden können. Das Projekt soll den Standort Boxberg attraktiv für Unternehmen und ‎Hightech-Start-ups machen.

„Bereits heute können wir durch die Kombination von Materialien – insbesondere mit Carbonfasern – enorme Gewichtsvorteile von 30 bis 50 Prozent gegenüber klassischen Bauteilen erreichen, die ausschließlich aus Aluminium beziehungsweise Stahl gefertigt werden. Aus diesem Grund sehen wir in dem Vorhaben InnoCarbEnergy sehr großes Potential, nicht nur für den Leichtbau, sondern auch für die Region.“
(Professor Lothar Kroll, Leiter des Instituts für Strukturleichtbau an der TU Chemnitz)

Bild oben: Am Standort Boxberg entsteht eine Forschungs-Pilotlinie zur Herstellung grüner Carbonfasern für den Leichtbau. (Quelle: SMR / Fraunhofer IAP)


Quelle und weitere Infos: Süddeutsche Zeitung, Wochenkurier, TU Chemnitz, Autoland Sachsen online, Fraunhofer IAP, Hoyte24.de, Wirtschaft+Markt.de

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