Automatisiertes Nasspress-Verfahren verkürzt Zykluszeit

Automatisiertes Nasspress-Verfahren verkürzt Zykluszeit

Mit der Wetmolding-Anlage (Nasspressen) der KraussMaffei Reaktionstechnik lassen sich – verglichen mit manuellen Lösungen – die Zykluszeit halbieren und die Prozesssicherheit erhöhen.

Beim Nasspress-Verfahren wird ein Matrixmaterial bahnenförmig auf ein plan liegendes Faserhalbzeug aufgebracht und anschließend in einem Werkzeug in Form gepresst. Der Unterschied zum Hochdruckverfahren (High Pressure Resin Transfer Molding) ist, dass die Zykluszeit kürzer ist, weil das Benetzen außerhalb des Werkzeugs erfolgt. So ist kein Preforming nötig und es lassen sich Recyclingfasern verwenden, so Sebastian Schmidhuber, Leiter Entwicklung Reaktionstechnik bei KraussMaffei.

Automatisierung verkürzt Zykluszeit weiter

Zum Competence Forum präsentierte das Maschinenbauunternehmen aus München eine voll-automatisierte Wetmolding-Anlage, die live eine Prüfplatte aus Basaltfasern produzierte.

„Durch den hohen Grad der Automatisierung lassen sich die Zykluszeiten noch einmal deutlich reduzieren. Gleichzeitig erhöht sich die Prozesssicherheit.“
(Sebastian Schmidhuber, Leiter Entwicklung Reaktionstechnik bei KraussMaffei.)

Ein mit Nadelgreifern ausgestatteter Roboter entnimmt dabei die Fasermatten, führt sie dem Applikationstisch zu, wo ein Handlingroboter mit Mischkopf (MK 10-2K-RTM) und Breitschlitzdüse die PUR-Matrix aufträgt. Der Greif-Roboter legt die Matte ins Werkzeug ein und der Form- und Aushärtevorgang beginnt. Der verwendete MX-Formenträger mit 8.000 kN Schließkraft hat entsprechende Schnittstellen für Dosiermaschinen, so dass wahlweise Epoxy, PUR oder PA verarbeitet werden können. Zur Anwendung kommt eine Dosiermaschine RimStar 8/4 RTM mit PUR-Matrix.

Bild: Durch geschickte Automatisierung lassen sich Zykluszeiten beim Nasspress-Verfahren weiter verkürzen. (Quelle: KraussMaffei)


Quelle und weitere Infos: KraussMaffei

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.