Lanxess entwickelt Batteriegehäuse für E-Fahrzeuge

Lanxess entwickelt Batteriegehäuse für E-Fahrzeuge

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat zusammen mit dem koreanischen Autoteile-Hersteller Infac ein Batteriemodulgehäuse für Elektrofahrzeuge entwickelt. Das Batteriegehäuse besteht aus Durethan BKV30FN04 und erfüllt die  Anforderungen an die mechanischen und chemischen Eigenschaften der Komponenten für die aktuellen Elektrofahrzeuge.

Das halogenfreie, flammgeschützte und glasfaserverstärkte Polyamid 6 (PA6) zeichnet sich durch besondere flammhemmende und elektrische Eigenschaften aus. Das Material ist gut zu verarbeiten und erlaubt das Integrieren komplexer Funktionen, die für Gehäuseteile erforderlich sind. Dies führt zu einer geringeren Anzahl von Teilen, einem vereinfachten Montageprozess und gleichzeitig zu weniger Gewicht.

Das neue Batteriegehäuseteil wird in der Serienproduktion von Elektrofahrzeugen eingesetzt, deren Modellreihe ein koreanischer Autohersteller in diesem Jahr auf den Markt gebracht hat.

„Der Erfolg bei der Serienproduktion von Batteriegehäusen zeigt die herausragenden Leistungen von Durethan bei Batterien für Elektrofahrzeuge. Hier sind Technologie und Sicherheit von größter Bedeutung. Unsere Hochleistungskunststoffe werden einen bedeutenden Beitrag für die Marktentwicklung von Elektrofahrzeugen und Batterien leisten.“
Milan Vignjevic, Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM) in der Region Asien-Pazifik, Lanxess

Für das Gehäuse des Batteriemoduls ist neben dem Wärmemanagement die Dämpfung entscheidend, um die Batterie vor äußeren Stößen zu schützen. Der verwendete Werkstoff ist nicht nur mechanisch robust, sondern isoliert auch effektiv gegen Hochspannungen bis 800 V und den entsprechenden Starkstrom. Im Vergleich zu ungefülltem PA6 weist die glasfaserverstärkte Type eine deutlich höhere Stabilität gegenüber mechanischen Belastungen auf. Darüber hinaus verfügt das Material über eine gute chemische Beständigkeit. So bewahrt es bei Kontakt mit Elektrolyten oder Kühlmedien seine Festigkeits- und Steifigkeitswerte.

Bild oben: Das neue Batteriegehäuse wird bereits von einem koreanischen Automobilhersteller in der Serienproduktion von Elektroautos eingesetzt. (Quelle: Infac)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Kunststoffmagazin

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