Lattice-Struktur für Rückenpad: Leichter Rucksack mit verbesserter Hinterlüftung

Lattice-Struktur für Rückenpad: Leichter Rucksack mit verbesserter Hinterlüftung

Wer schon einmal einen Rucksack über längere Strecken getragen hat, weiß, wie wichtig das Gewicht und eine gute Belüftung am Rücken ist. Als Outdoor-Spezialist geht der deutsche Hersteller Jack Wolfskin jetzt neue Wege und lässt die Rückenpads der Aerorise-Rucksackserie additiv fertigen.

„Komfort, Lastenkontrolle und Belüftung sind langjährige Herausforderungen im Rucksackdesign. Die in unseren Aerorise-Rucksäcken vorgestellte Technologie ist erst seit kurzem verfügbar und wegweisend für die Branche. Das Design ist aus technischer Sicht wirklich beeindruckend und bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern einen bemerkenswerten Unterschied machen und die Branche einen Schritt nach vorne bringen können.“
Magdalen Hamel, Category Manager Equipment bei Jack Wolfskin

Die vier Rückenpads werden von Oechsler mit der 3D-Drucktechnologie von Carbon hergestellt. (Quelle: Jack Wolfskin)

Die additiv gefertigen Lattice-Strukturen der jeweils vier Rückenpads sorgen füreinen besonders hohen und ergonomischen Tragekomfort, weitere Gewichtsreduzierung und eine verbesserte Belüftung und Temperaturreglung in den Belastungszonen des Rucksacks – also dort, wo er am Rücken anliegt. Der Unterschied bei der Temperatur ist mit fünf Grad Celsius spürbar. Platziert werden die Pads im Schulter- und Lendenwirbelbereich und ersetzen traditionelle Polsterungen aus Schaumstoff. Ein entscheidender Vorteil ist, dass sich die Härtegrade innerhalb eines Pads anpassen lassen.

Oechsler wird die Pads für den Freitzeit und Outdoor-Ausrüster mit einer 3D-Drucktechnologie des Unternehmens Carbon herstellen und für die Großserie auf deren Idea-to-Production-Plattform vertrauen.

Das Umsetzen dieses Großserienprojekts mit den Maschinen von Carbon zeigt wie skalierbar des Technologie-Pakets dieses Herstellers ist. Es besteht aus dem DLS-Druckverfahren, der Hardware und hochwertigem Kunstharz. Aber auch die Erfahrung des Kunststoffverarbeiteres Oechsler hat bei diesem Projekt eine wichtige Rolle gespielt. Denn erst Nachbearbeitungsschritte wie die Hitzebehandlung geben den im 3D-Druck hergestellten Komponenten ihre definierten mechanischen Eigenschaften.

„Die additive Fertigung wird die Gestaltungs- und Produktentwicklung von Outdoor-Ausrüstung und Sportartikeln in den kommenden Jahren maßgeblich verändern. Wir sehen in diesen Bereichen erhebliches Wachstumspotenzial für die Entwicklung und Serienfertigung im 3D-Druck.“
Matthias Weißkopf, General Manager von Oechsler Motion und Senior Vice President Global Product & Technology Development

Bild oben: Die offene Gitterstruktur („Lattice“) besteht aus tausenden stabförmiger, elastischer Verbindungen unterschiedlicher vertikaler und horizontaler Festigkeit. (Quelle: Carbon)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Pressemitteilung, Industry of Things

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