Leichtbau trifft - Megatrends und disruptive Technologien

Leichtbau trifft …

Leichtbau trifft … die Herausforderungen der Megatrends. Trotzdem hat es der Leichtbau schwer, wahrgenommen zu werden. Denn als Trendthema hat er sich offensichtlich überlebt. Andere Themen stehen stärker im Mittelpunkt des Interesses: E-Mobilität, Digitalisierung, Industrie 4.0, Additive Fertigung, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Urban Living und vieles mehr.

Google Trends Leichtbau
Das Interesse am Begriff „Leichtbau“ sinkt – zu Unrecht, oder? (Quelle: Google / Leichtbauwelt.de)

Doch in „Leichtbau“ zu denken bedeutet, eine mögliche Lösung für viele Herausforderungen unserer Zeit. Auch wenn Leichtbau vielleicht nicht der Schlüssel zur Lösung aller Probleme sein kann. Wird in der Produktentwicklung aber der Leichtbau mitgedacht – und es spielt dabei keine Rolle, um welche Produkte es sich handelt – dann trägt alleine der Leichtbauansatz schon sehr oft zu einem sparsameren Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten bei.

In der Artikelserie „Leichtbau trifft…“ werden wir uns die Zusammenhänge zwischen Leichtbau und den Megatrends, Branchen, Buzzwords und Hypes anschauen. Wir werden Fakten suchen und Potentiale aufzeigen. Wir werden erläutern und hinterfragen.

Leichtbau lohnt sich

Leichtbau kann sich als Funktionsintegration zeigen, er kann durch den Werkstoff erreicht werden oder auch Gestaltveränderung bedingen. Immer aber bedeutet Leichtbau, die Funktion eines Produktes kritisch zu hinterfragen. Die Produktionstechnologien, um Leichtbau-Produkte herzustellen, gibt es heute bereits – häufig auch serientauglich. Viele Wissenschaftler forschen in Clustern und Projekten dennoch weiter intensiv an neuen Materialien, neuen Produktionstechnologien oder neuen leichten Produkten. Leichtbau ist ein Thema, das Ingenieure und Techniker fordert, neue Ideen zu generieren, innovativ in kompetenzübergreifenden Teams zu arbeiten.

Treiber ist dabei nach wie vor der Ansatz, dass zum Bewegen einer Masse weniger Energie benötigt wird, wenn diese leichter ist. Das trifft so in der Luftfahrt, der Automobilindustrie, der Branche Sport und Freizeit, aber auch bei den Nutzfahrzeugen und im Schiffsbau zu.

Wendet man aber den Leichtbau beispielsweise im Maschinenbau an, so ergeben sich immer auch sekundäre Effekte die zur Freude des innovativen Auftraggebers einen positiven Dominoeffekt verursachen: So kann aus schnellerer Bewegung bei weniger Energieaufwand und höherer Genauigkeit eine gesteigerte Produktivität bei verbesserter Qualität werden.

Deshalb erscheint es mir wichtig, den Leichtbau zu Trendthemen in Bezug zu setzen und in der Artikelserie „Leichtbau trifft …“ den Nutzwert und die kritischen Punkte aufzudecken. Zu erklären, was Leichtbau mit diesen Themen verbindet. Zu erläutern, warum Leichtbau für die E-Mobilität wichtig ist. Verbindungen zu schaffen zwischen Leichtbau und der Digitalisierung. Zwischen Additiver Fertigung und Leichtbau. Aber auch ein Augenmerk auf die Nachhaltigkeit, den Lebensweg und den Carbon-Footprint der Lösungen zu betrachten – sofern bekannt. Denn genau hier liegt noch eine der großen Forschungsaufgaben im Leichtbau.

Wenn also der Leichtbau auf den ersten Blick nicht so sexy und greifbar erscheint, wie andere, neuen und zum Teil disruptive Technologien – ohne Leichtbau werden wir in Zukunft nicht weit kommen. Zumindest nicht weit genug.

Bild oben: (Quelle: Pixabay / geralt)


Bisher erschienen:

Leichtbau trifft … Bionik (demnächst)


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Christine Koblmiller

Autor: Christine Koblmiller, Redakteurin, Gründerin, Fachjournalistin aus Leidenschaft

Mit dem Metamagazin Leichtbauwelt.de hat sie 2018 den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und mit Leichtbauwelt ein neues Medienformat geschaffen, das sie zum Erfolg führen wird.
Christine Koblmiller ist seit 1995 Redakteurin für technische B2B-Fachzeitschriften. Für diese Fachmagazine der SVHFI (Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformation), der Fachinformations-Tochter des Süddeutschen Verlages, hat sie als eBusiness-Projektmanager Industrie den Online-Bereich maßgeblich mitgestaltet und schon im Jahr 2001 crossmediale Angebote eingeführt. Mehr über Christine Koblmiller unter Conkomm, auf Xing oder LinkedIn.

„Leichtbau fasziniert und begeistert Techniker. Ich bin überzeugt davon, dass der Markt für ein Angebot wie Leichtbauwelt.de reif ist.“

 

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