Faserverbundbauteile: Inline-Prozessmonitoring für LCM-Prozess

Retrofit eines vorhandenen closed-mould RTM-Formwerkzeuges für einen Z-Spant mit sieben Sensortypen zur Aufnahme relevanter Bauteilkriterien. (Quelle: DLR)

Die Qualitätskriterien für Faserverbundbauteile direkt im Formwerkzeug während des Liquid Composite Molding (LCM)-Prozess überprüfen – das ermöglicht das „Resin Impregnation System“ (RINSE) der Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Im Rahmen des BMWi-Projektes „Intelligentes Formwerkzeug der Zukunft“ (iFeZ) statteten die Forscher hierzu ein bestehendes Formwerkzeug mit Sensorik aus und entwickelten eine mobile Plattform zur Datenverarbeitung und -ausgabe. Faservolumengehalt, Poren, Harzzustand, Formtreue oder Faserorientierung lassen sich so überprüfen.

Mitarbeiter des Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik analysieren den Preform. (Quelle: DLR)

Hard- und Software sind modular gestaltet, so dass der Sensorbaukasten erweitert werden kann und sich einzelne Bausteine auf den weiteren Herstellungsprozesse von Faserverbundstrukturen übertragen lassen. Die Ausgabe der Daten erfolgt webbasiert.

Im Optimalfall könnte das System die Fertigung von Faserverbundbauteilen so gut unterstützen, dass Nacharbeiten und Ausschuss vermieden werden. Dazu führt das System bereits während des Produktionsanlaufs für jedes Bauteil ein Abgleich zwischen gemessenem und simuliertem Fließbild durch. Das Ergebnis dieses Abgleichs lässt Aussagen über den weiteren Prozessverlauf zu und ermöglicht es, Korrekturen einzuleiten und Defekte zu finden.


Quelle und weitere Infos: RINSE bei Electronic Library, DLR

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