Multi-Fun: 21 Partner fördern additive Fertigung mit Multimaterial

21 Industrie- und Forschungspartner aus acht europäischen Ländern beteiligen sich am Multi-Fun-Projekt – einem dreijährigen Forschungsprojekt zur Herstellung multifunktionaler Teile durch Multimaterial-Metall-3D-Druck. Im Kern geht es um die Erweiterung des Einsatzbereichs und die Förderung additiver Produktionsverfahren.

Das Projekt besteht aus zwei Abschnitten. Im ersten Abschnitt 2020 sollen Leistung und Effizienz aktueller Metall-AM-Systeme optimiert werden. Im zweiten Abschnitt wollen die Partner komplexe 3D-Demonstratoren aus verschiedenen Werkstoffen plus Metall herstellen. Wichtig ist, dass es keine Größenbeschränkung der Bauteile geben soll.

Das Konsortium hofft, dass im Ergebnis das additive Fertigen von Bauteilen möglich sein wird, die bisher nicht realisierbar waren: darunter Multimaterial-Kühlkörper mit hoher Wärmeleitfähigkeit und komplexe Metallteile mit eingebetteter Elektronik. Außerdem sollen maßgeschneiderte optische Fasern für die strukturelle Zustandsüberwachung integriert werden können.

Diese sieben Demonstratoren sollen entstehen. (Quelle: Multi Fun Project)

Vier Ziele stehen im Mittelpunkt – unabhängig von einer bestimmten AM-Technologie:

  1. Es sollen fünf neue Materialien speziell für AM entwickelt werden. Diese Werkstoffe oder Materialsysteme sollen sich durch thermische, elektrische und verschleißfeste Eigenschaften auszeichnen, um multifunktionale Produkte zu ermöglichen.
  2. Die Partner wollen ein neues System entwickeln, aus Hardware und Software, um mehrere AM-Technologien in einen Prozess zu integrieren. Hier geht es darum, die fünf neuen Materialien mit unterschiedlichen Fertigungsverfahren kombinieren zu können.
  3. Mit dem entwickeltem Multimaterial-Drucksystem sollen additiv sieben Demonstratoren gefertigt und anschließend bewertet werden. Diese Demonstratoren werden für drei Anwendungsfälle (Strukturteile, Formen und Testgeräte) bestimmt sein und vier Branchen abdecken (Automobil, Luftfahrt, Raumfahrt und Fertigung).
  4. Materialien, Hardware und Demonstratoren sollen ökologisch und wirtschaftlich bewertet und optimiert werden. Dabei sollen neue Standards für die additive Fertigung von Multimaterial-Metall-Verbunden entstehen.

Die Forschungsteams haben dabei Key Performance Indicators (KPIs) aus drei Hauptgruppen im Auge:

  • Die Verbesserung der Effizienz, Qualität und Zuverlässigkeit des Produkts um mindestens 40%
  • Eine bessere Nutzung von Rohstoffen und Ressourcen bei verringerter Umweltbelastung und Kostensenkung um 35%, durch die Ökobilanz nachgewiesen
  • Neue Marktchancen für KMUs in ganz Europa eröffnen, insbesondere für fortschrittlicher Materialien in der additiven Fertigung.

Die 21 Partner, die an diesem großen Projekt beteiligt sind, kommen aus acht Ländern:


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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