Mit nachhaltigen Werkstoffen und Leichtbaustrukturen für den Bootsbau beschäftigten sich die Kooperationspartner Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, und das Instituts für Designforschung (IDF) der Hochschule für bildende Künste Braunschweig (HBK).

Im Projekt werden konsequent nachhaltig erzeugte, CO2-speichernde Werkstoffe in einer auf automatisierte Fertigung ausgelegten Leichtbau-Struktur verwendet. Dabei handelt es sich um Holzfurnier, Plattensperrholz, Flachsfasern, Kork und Epoxidharz aus Pflanzenölen. Nur der Härter des Harzes und einzelne Hilfsstoffe für die Fertigung sind Erdölprodukte.

Besonders interessant war die Frage, ob erprobte Bauweisen des Bootsbaus auch auf andere Branchen übertragen werden können. Und ob die neuen Materialien auch die strukturellen, verarbeitungstechnischen und wirtschaftlichen Anforderungen erfüllen können?

„Durch andere Denkansätze aus dem Bereich Design erhalten wir interessante Lösungsmöglichkeiten für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen.“
(Dr. Dirk Berthold vom Fraunhofer WKI)

Die leichte und steife Sandwichstruktur reduziert im Vergleich zur bekannten Bauweise aus massivem Plattenmaterial oder aus massivem formverleimtem Sperrholz den Materialeinsatz und damit die Masse der Bauteile. Der Zusammenbau von zunächst flächigen Baugruppen in einer gekrümmten Negativform durch Laminieren mittels Vakuuminfusion führt zu einer hohen Fertigungsqualität.

„Wir wollen einen Beitrag leisten, den Konflikt zwischen den hohen Kosten beim Einsatz nachhaltiger Werkstoffe und einer rationellen Fertigung zu lösen.“
( Prof. Dr.-Ing. Gerhard Glatzel, Projektpartner am IDF der HBK Braunschweig)

Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts – der auf der Ligna in Hannover präsentierte Rumpfquerschnitt eines Tretbootes und der Hinterbau eines Pedelec-Lastenfahrrades zeigen, dass es möglich ist, nachhaltig erzeugte, CO2-speichernde Werkstoffe in einer auf automatisierte Fertigung ausgelegten Leichtbaustruktur einzusetzen.


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Quelle und weitere Infos: Fraunhofer Institut WKI, Presseportal

 

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