Vor allem für Automobile und Elektronik werden viele Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen hergestellt. Sie sind leicht, einfach und in hoher Stückzahl schnell zu produzieren – und sollen künftig verstärkt aus natürlichen Materialien herstellbar sein. Gebräuchliche Kunststoffe für technische Anwendungen sind Polypropylen-terephthalat (PPT) und Polybutylen-terephthalat (PBT), die dann meist mit Glasfasern verstärkt werden.

Heute können beide Kunststoffe – PPT und PBT – als biobasierte Varianten mit einem ca. 35 %-igen Bio-Anteil hergestellt werden. Als Alternative zu Glasfasern bieten sich die leichteren Cellulose-Regeneratfasern an. Das sind chemisch aufgearbeitete Naturfasern, die weniger hitzeempfindlich sind als klassische Naturfasern.

Im Verbundprojekt „Bio-PPT und Bio-PBT mit Cellulose-Faserverstärkung zur leichtbauorientierten Verwendung“ wurden biobasierte, faserverstärkte Kunststoffe entwickelt, die fossil- und glasfaserbasierte Materialien in ihren technischen Eigenschaften mindestens einholen, wenn nicht sogar übertreffen, so die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.

Im Projekt gelang es, in Zusammenarbeit mit Industriepartnern Produktmuster für verschiedene Anwendungsbereiche mit ausgezeichneten technischen Eigenschaften herzustellen und erfolgreich zu testen. Für elektronische Bauteile wurde außerdem eine geeignete halogenfreie Flammschutzadditivierung ermittelt.

Bild oben: Frontgitter eines Heizstrahlers der Firma Stiebel Eltron aus im Fraunhofer IAP hergestelltem Cellulose-Regeneratfaser-verstärktem Bio-PPT mit und ohne Flammschutzausrüstung. (Quelle: Rainer Rihm/Fraunhofer IAP)


Quelle und weitere Infos: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR, Plastverarbeiter, K-Zeitung

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