Organo-Sandwiches: Wie sich KI für die Qualitätssicherung nutzen lässt

Für die Qualitätskontrolle beim Herstellen der Organo-Sandwich-Halbzeuge aus Thermoplast-basierten Sandwichbauteilen nutzt das Fraunhofer IMWS Methoden der künstlichen Intelligenz. Dazu bedient sich das Forschungsinstitut des KI-Systems Detact des Dresdner Unternehmens Symate.

Mit dem Einsatz dieses KI-Systems zur lückenlosen Überwachung der sensiblen Verarbeitungsprozesse und Materialeigenschaften in der Prozesskontrolle lassen sich selbst kleinste Abweichungen schnell erkennen und korrigieren.

„Eine Inline-Qualitätssicherung von in Großserien hergestellten Sandwichbauteilen ist sehr anspruchsvoll, denn die spezielle Anlagentechnik erfordert das Erfassen und Auswerten großer Datenmengen aus unterschiedlichen Ausgabegeräten in einem eng definierten Zeitfenster. Durch den Einsatz von KI wird es möglich, bereits bei geringen Abweichungen der Bauteilqualität im Serienbetrieb gegen zu steuern.“
(Thomas Gläßer, Projektleiter am Fraunhofer IMWS)

Polymerbasierte Sandwichbauteile mit leichtem, strukturiertem Kernmaterial (z.B. Wabenkern) und endlosfaserverstärkten Deckschichten besitzen eine sehr hohe gewichtsspezifische Steifigkeit und Festigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften sind sie für zahlreichen Leichtbauanwendungen geeignet – zum Beispiel im Flugzeug- und Yachtbau oder bei hochpreisigem Sport-Equipment.

Heute ist die Verarbeitung kontinuierlich hergestellter, thermoplastischer Sandwichhalbzeuge mit endlosfaserverstärkten Deckschichten und integriertem Wabenkern, sogenannter Organosandwichs (OSW), im Minutentakt und vollautomatisiert möglich. Somit ist die Technologie auch für die Großserie geeignet. Umso relevanter wird die prozessbegleitende Qualitätssicherung.


Quelle und weitere Infos: Industry of Things, Symate

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