Schäumverfahren spart 60% Material

Auf großes Interesse beim Fachpublikum stieß das Schäumverfahren Somos Perfoamer, das ProTec Polymer Processing auf der Fakuma 2018 zeigte. Die Anlage ist die Übersetzung des Verfahrens „Plastinum Foam Injection Moulding“ in den industriellen Maßstab. Das Verfahren war im letzten Jahr vom Kunststoff Institut Lüdenscheid und der Linde AG vorgestellt worden.

Mit dem Verfahren werden auch bei geringen Wanddicken gute Schäumergebnisse erzielt, so dass erhebliche Materialeinsparungen möglich sind. Geschäumt werden können nahezu alle gängigen Polymere, einschließlich biobasierter und technischer Werkstoffe sowie Verbundmaterialien wie beispielsweise glasfaserverstärktes Polyamid.

Drop-in-Lösung für das Schäumen

Die Anlage umfasst im industriellen Maßstab alle Komponenten, um Kunststoffgranulat zu trocknen und zu temperieren, unter Druck mit CO2 anzureichern und anschließend einer beliebigen Spritzgießmaschine zuzuführen. An der Maschine müssen indes in der Regel keine Veränderungen vorgenommen werden.

Auf der Messe wurde das Verfahren live gezeigt: mit dem Somos Perfoamer und einer Engel e-victory 310/80. Die Anlage kann einen Durchsatz bis 59 kg/h PC oder bis 45 kg/h PP zur Verfügung stellen. In Friedrichshafen wurden zur Demonstration Flaschenöffner aus wechselnden Polymeren gefertigt. Deren Schussgewicht betrug sich auf 42 g. Da der Flaschenöffner noch mit einem Metalleinleger versehen wurde, betrug die Zykluszeit insgesamt 135 s.


Quelle und weitere Infos: Protec Polymer Processing, Plastverarbeiter, Kunststoffweb, Maschinenmarkt

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