Thermoplastischer CFK für den Raketenbau

Die Höhenforschungsrakete der 23. REXUS-Raketenmission des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird erstmals mit einem Modul aus thermoplastischer CFK  ins All fliegen. Entwickelt wurde das Bauteil, das gegenüber bisherigen Modulen aus Aluminium 40 % an Gewicht spart, am Lehrstuhl für Carbon Composites der TU München.

Das Modul aus carbonfaserverstärktem thermoplastischem Kunststoff wurde eingehenden Funktionstests unterzogen. Im Bild Ralf Engelhardt. (Quelle: TU München / Andreas Heddergott)

Anders als faserverstärkte Duroplaste, die bereits in der Luftfahrt eingesetzt werden, muss das Modul nach seiner Herstellung nicht erst in einem Autoklaven bei hohen Temperaturen aushärten. Es hält zudem ohne Klebestellen oder Verschraubungen zusammen, da die Bauteile direkt verschweißt werden können.

In das CFK-Modul integriert sind Sensoren und Messsysteme. Die Fasern zum Aufbau des Zylinders sind in Polyetheretherketon (PEEK) eingebettet. Wickeln und Aufschmelzen erfolgen automatisiert, so dass Sensoren und ihre Anschlüsse direkt in das Material eingebaut werden können.

Bild oben: Das CFK-Modul mit integrierten faseroptischen Temperatursensoren (weiß) und elektrischen Referenzsensoren (Kupfer). (Quelle: TU München / Andreas Heddergott)


Quelle und weitere Infos: Rexus/Bexus, Rexus-Tesos, IDW Online,

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