Variabler 3D-Drucker mit Werkzeugwechselsystem

Variabler 3D-Drucker mit Werkzeugwechselsystem

Der Wizard 480+ kann mit jedem Endlosfilament drucken, einschließlich PEEK, PEKK und PA mit Endloskohlefaser sowie Glasfaser und Kupferdraht (unten rechts). Er kann auch mit gefüllten und unverstärkten Druckfilamenten sowie mit Metallen und Keramiken drucken. Dank des Werkzeugwechslers und der austauschbaren Druckköpfe lassen sich Faser- und thermoplastische Materialien problemlos in einem einzigen Druckvorgang kombinieren. (Quelle: APS Tech Solutions | Composites World)

Mit dem Wizard 480+ hat APS Tech Solutions vor einigen Monaten schon einen 3D-Drucker auf den Markt gebracht, der Endlosfasern, thermoplastische Standardfilamente, Metall oder Keramik drucken kann. Der Produktraum misst 400 mm x 230 mm und ist 370 mm hoch. Das Druckbett kann bis 200 °C erhitzt werden, die Düsen für den Druck von Endlosfaserfilamenten können auf bis zu 500 °C erhitzt werden.

Der 3D-Drucker eignet sich für funktionale Prototypen, Ersatzteile aber auch Kleinserien in produzierenden Betrieben.

„Unser Ziel war nicht ein Desktop-Drucker für den industriellen Einsatz, sondern eher eine echte Industriemaschine. Der Wizard heißt bei uns deshalb auch nicht Drucker, wir bezeichnen ihn als additive Werkzeugmaschine. Sie sollte vielseitig sein und sich leicht umrüsten lassen, denn wir wollten Teile aus allen auf dem Markt erhältlichen Materialien in hoher Qualität drucken können. Das unten beschriebene Ersatzteil für ein Stanzwerkzeug erforderte zum Beispiel eine Genauigkeit von 0,02 mm.“
Nicolai Wampl, Geschäftsentwicklung bei APS Tech Solutions

Ein wichtiges Merkmal dieser additiven Werkzeugmaschine ist das Werkzeugwechselsystem, das vier verschiedene Druckköpfe verwendet. Das automatisierte System des Druckers tauscht sie in weniger als drei Sekunden aus. So können mehrere Materialarten in einem Druck verwendet werden. Beispielsweise ist es möglich, zwei verschiedene Arten von Endlosfasern in einem einzigen Druck eingesetzt werden.

Für den Druck selbst können Hochleistungskunststoffe wie PEEK (Polyetheretherketon) und PEKK (Polyetherketonketon) sowie Polyamid (PA) und handelsübliche FDM-Filamente verwendet werden. Außerdem ist ein Druckkopf für einfache Keramik- und Metall-Grünteile verfügbar, die dann aber in einem zweiten Schritt gesintert werden. Ausgelegt ist der Drucker für jedes Endlosfilament – einschließlich Glasfaser oder Kupferdraht. Das Standard-Endlosfaserfilament ist 1K-Kohlefaser/PA, aber ebenso sind PLA sowie bis zu 3K-Kohlefaser möglich.

„Wir haben eigentlich nur eine Einschränkung: Die Länge des gedruckten Filaments muss 20 mm betragen. Darunter kommt es zu Komplikationen, und die notwendigen Nachbearbeitungsprozesse zeigen, dass dies nicht sinnvoll möglich ist.“
Nicolai Wampl, Geschäftsentwicklung bei APS Tech Solutions


Quelle und weitere Infos: Composites World, 3d grenzenlos

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