Voestalpine: Mit leichten Güterwaggons aus der Corona-Krise

Gemeinsam mit der Rail Cargo Group hat Voestalpine das Plattformkonzept TransANT entwickelt. (Quelle: Voestalpine)

Der österreichische Technologiekonzern Voestalpine will seine Leichtbau-Kompetenz aus dem Automobilbau verstärkt in der Bahnbranche einbringen um der Corona-Krise wirksam zu begegnen.

Dazu hat das Unternehmen gemeinsam mit der Rail Cargo Group, der Güterverkehrstochter der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB), das Plattformkonzept TransANT entwickelt. Diese basiert auf modular einsetzbaren Güterwaggons mit jeweils unterschiedlichen Aufbauten in Leichtbauweise.

Voestalpine liefert für die neuen Leichtbauwagen ein Komplettsystem, das aus Hochleistungsstählen mittels einer speziellen Schweißtechnologie gefertigt ist. Dieses System trägt wesentlich dazu bei, dass die Wagen leichter werden und flexibler eingesetzt werden können. Allein das gegenüber bisherigen Konstruktionen um rund 20 Prozent leichtere Untergestell ermöglicht eine zusätzliche Zuladung von bis zu vier Tonnen pro Waggon.

Leichtbau macht Güterwagen und Züge agiler

Der ATX-Konzern verspricht sich davon im Bahnbereich einiges an positiven Wachstumsimpulsen. Die jüngsten Geschäftsergebnisse zeigten die Folgen von COVID-19 klar auf: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (Ende Juni) reduzierte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 28,1 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Das EBITDA ging von 371 auf 158 Mio. Euro zurück, während das Betriebsergebnis EBIT mit -49 Mio. Euro sogar negativ ausfiel (Vorjahr: +157 Mio. Euro).

Bild oben: Die ersten Waggons bewähren sich bereits bei der voestalpine-Logistiktochter Logserv im Transport von Eisenerz. Durch das innovative Leichtbaukonzept der Waggons können jährlich rund 100 Zugfahrten eingespart werden. (Quelle: Voestalpine)


Quelle und weitere Infos: Markteinblicke.de, Finanznachrichten.de, Finanzen.net, Voestalpine

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