Wasserstoff-Technologie: Stahl wappnet sich mit Barriereschichten

Wasserstoff-Technologie: Stahl wappnet sich mit Barriereschichten


Wie schützt man Stahl vor Wasserstoffversprödung? Das Max-Planck-Team (von links nach rechts: Christina Scheu, Gerhard Dehm, Jazmin Duarte Correa, Hariprasad Gopalan, Anna Frank) ist Teil einer Forschungskooperation, die Wasserstoff-resistente Beschichtungen entwickelt. Diese Beschichtungen werden es zukünftig erlauben auch kostengünstige Stähle in der Wasserstoff-Technologie zu verwenden.
(Quelle: J. Duarte Correa, Max-Planck-Institut für Eisenforschung)

Wasserstoff und Stahl sind insofern eine schwierige Paarung, als Wasserstoff in Stahl eindiffundiert und diesen versprödet – mit der Konsequenz, dass das Bauteil bei Belastung versagt. In dem gemeinsamen Projekt H2BS entwickeln drei Forschungsinstitute seit Mitte 2020 neue Beschichtungen, um Stahl in der Wasserstofftechnologie sicher einsetzen zu können. Ziel ist zudem, neue Möglichkeiten für die Verwendung leichtgewichtiger Stahlbauteile und -komponenten zu schaffen.

Das Projekt „H2BS – neuartige Barriereschichten für kostengünstige sowie hochfeste Stähle für die Wasserstofftechnologie“ zielt darauf, die Grundlagen für Beschichtungsprozesse zu erarbeiten, die unterschiedliche Stahlwerkstoffe entsprechend der geplanten Einsatzbedingungen gegen die Eindiffusion von Wasserstoff schützen, um die daraus resultierende Versprödung erfolgreich zu verhindern. Das H2BS-Projekt wird durch einen Industrieausschuss mit Experten aus der Stahlherstellung, der Rohr- und Blechproduktion, der Automobilindustrie, dem Wasserstoffanlagenbau und der Beschichtungstechnik begleitet und über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Am Projekt sind als Forschungspartner das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP), das Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG) und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) beteiligt.

„Die Kostenreduktion und der Einsatz höchstfester Werkstoffe, beispielsweise in Bauteilen für Fahrzeuge und Tankstellen, sind einer der Schlüssel, um dem Wasserstoff zum Durchbruch in der emissionsfreien Mobilität zu verhelfen. Hier sehe ich für die deutschen Stahlhersteller und die verarbeitenden, meist mittelständischen Unternehmen ein hohes wirtschaftliches Potenzial für neue Produkte.“
Jan Andreas, Geschäftsführer der Anleg GmbH und Mitglied des projektbegleitenden Ausschusses.

Für Interessenten am Forschungsprojekt stehen als Wissenschaftliche Ansprechpartner Dr. Angela Kruth, Projektleitung, Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP), Dr. Klaus Taube, Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG) oder Prof. Dr. Christina Scheu und Prof. Dr. Gerhard Dehm, Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) bereit.


» Mehr Infos zum Unternehmen im Firmenland: Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG)

» Mehr Infos zum Unternehmen im Firmenland: Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

 

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