Wie lassen sich GFK- und CFK-Wertstoffe aus Großbauteilen im Kreislauf halten?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, startete bereits im April 2022 am ILK der TU Dresden das EU Projekt Eurecomp: European recycling and circularity in large composite components. In diesem Forschungsprojekt geht es um die qualitativ hochwertige Verwertung großer Faserverbundstrukturen. So sollen nachhaltige Methoden für das Wiederverwerten oder das Recycling der Verbundwerkstoffe aus Großstrukturen der Luftfahrt und Windenergie entwickelt werden.

Dabei gehen die Forschenden nach der sogenannten R6-Strategie vor. Deren wichtigsten Verwertungswege zur verbesserten Kreislaufführung sind: Reuse, Repair, Refurbish, Remanufacture, Repurpose und Recycling von Bauteilen, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Durch die Umwandlung in Produkte mit immer noch hohem Mehrwert und ein hochwertiges Recycling sollen Abfälle vermieden und Werkstoffe im technologischen Kreislauf erhalten werden.

In Dresden konzentriert man sich zum einen auf die Identifikation und Analyse von Wertschöpfungsnetzwerken bei der Kreislaufführung der Verbundstrukturen sowie auf die damit einhergehenden Anforderungen an Recyclingwerkstoffe. Zum anderen wird mit der Solvolysetechnologie ein vielversprechender Recyclingansatz zur Gewinnung hochwertiger Fasern und Matrixlösungen erforscht. Durch die Nutzung von überkritischem Wasser als Lösungsmittel soll dabei auf den Einsatz zusätzlicher chemischer Hilfsstoffe verzichtet werden.

Bild oben: (links im Bild: als Messestandtisch umfunktionierter Wassertank eines Flugzeugs mit Dr. R. Kupfer, P. Schulz (beide ILK) sowie A. Knorr (Elbe Flugzeugwerke). Rechts im Bild: Methodologie von EuReComp mit dem Fokus des ILKs auf das Circular Ecosystem sowie das solvolytische Recycling mit superkritischen Wasser. (Quelle: ILK)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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