Wie Stahl das Auto leichter macht

Thomas Müller (r.), Head of Business Development Automotive, Division Europe beim Stahlhersteller SSAB. (Quelle: Vogel Verlag / Stefan Bausewein)

Konstruktiver Leichtbau und Material-Leichtbau können durchaus Hand in Hand gehen. Das zeigte Thomas Müller vom schwedischen Stahlhersteller Svenskt Stal AB (SSAB) in seinem Vortrag auf dem Würzburger Automobil-Leichtbau-Gipfel.

Die Umweltbilanz der Stähle von SSAB sei mit zwei Kilogramm CO2 für die Produktion von einem Kilogramm Stahl deutlich besser als die anderer Stahlwerke in Europa, sagte Müller. Der Head of Business Development Automotive, Division Europe wies auch darauf hin, dass Stahl als Werkstoff noch immer deutlich günstiger ist als andere Metallwerkstoffe, etwa Aluminium.

SSAB arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Stähle mit einem Fokus auf Material-Leichtbau. So entstand beispielsweise ein warmgewalzter Stahl der Güte HR700LA, welcher dank Änderungen in der Mikrostruktur eine gerigere Rissneigung an Umformkanten und Schnittradien aufweist.

Eine Stahlgüte mit guten Dehnungseigenschaften trägt dazu bei, dass Batteriewannen an den Kanten frei von Leckagen bleiben. Hochfeste martensitische Stähle geben der Batteriewanne zusätzlich eine höhere Stabilität und Quersteifigkeit. Vor einem Aufprall schützen Verbindungselemente aus weicheren Stahlgüten. Die Kombination der verschiedenen Werkstoffe trägt dazu bei, dass dass Batteriegehäuse lediglich 75 kg wiegt.

Wie jedes Jahr nach dem Leichtbau-Gipfel publiziert der Veranstalter auch 2019 in der Fachzeitschrift Automobil-Industrie die jeweiligen Fachvorträge in gekürzter Form. Eine Übersicht über alle Beiträge zum Leichtbau-Gipfel 2019 in der Automobil Industrie finden Sie hier.


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Quelle und weitere Infos: Automobil Industrie

 

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