Leichtbau auf den Punkt: Ein biobasiertes, FST-konformes Prepreg verbindet im Flugzeuginnenraum geringes Gewicht mit Brandschutz und senkt zugleich den CO₂-Fußabdruck gegenüber klassischen phenolischen Systemen.
Im Projekt EcoSuite entstehen nachhaltige Materialien und Fertigungsansätze für Business- und First-Class-Flugzeugsitze der nächsten Generation. Das britische Unternehmen SHD Composites, das zur Cambium-Gruppe gehört, beteiligt sich mit einem biobasierten Harzsystem für Flugzeuginnenräume, das unter der Bezeichnung FR308 vermarktet wird. Das Material ist voll FST-konform und basiert auf einem Abfallstrom der Zuckerproduktion aus Rohrzucker.
Verarbeitet wird das Harzsystem in einem Prepreg mit einer 300 g/m² Glasfaserverstärkung. Das System kommt ohne Formaldehyd, Phenol und organische Lösungsmittel aus. Gegenüber klassischen phenolischen Prepregs entsteht so eine Material mit geringerem CO₂-Fußabdruck und günstigeren Arbeits- und Umgebungsbedingungen in der Verarbeitung. Die CO₂-Einschätzung stützt sich auf eine cradle-to-gate-Analyse, die den Weg von der Rohstoffgewinnung bis zum Materialversand abbildet.
Projektpartner sind neben SHD Composites noch Safran Seats GB, das Ministerium für Wirtschaft und Handel (DBT), das Aerospace Technology Institute (ATI), Innovate UK sowie führende britische Industrie- und Wissenschaftspartner. Ziel ist es leistungsfähige Sitzlösungen zu entwickeln, die auch umweltverträglich sind, von der Werkstoffentwicklung bis hin zu nachhaltigen Fertigungsprozessen.
Bild oben: Entwicklung leichter, nachhaltiger Materialien und Verfahren für Flugzeugsitze der Business- und First-Class der nächsten Generation – Projekt Ecosuite (Quelle: SHD Composites)
Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

