Leichtbau auf den Punkt: Das Programm des Dresdner Leichtbausymposium zeigt Leichtbau als Querschnittskompetenz, die Material, Konstruktion, Digitalisierung und Ressourceneffizienz in der industriellen Produktion zusammenführt.
Am 18. und 19. Juni könnte das Internationale Dresdner Leichtbausymposium zeigen, wie stark sich der Blick auf den Leichtbau wandelt. Er wird nicht weniger wichtig – im Gegenteil. Leichtbau leistet mehr, als nur Gewicht zu reduzieren. Er ermöglicht Effizienz, schont Ressourcen, beschleunigt Innovationen, macht industrielle Systeme robuster und sichtert Wettbewerbsfähigkeit. In einer Zeit, in der Industrie, Mobilität und Wertschöpfung unter hohem Anpassungsdruck stehen, gewinnt der Leichtbau damit weiter an strategischer Bedeutung.
Mit seinen Plenarvorträgen und thematisch breit angelegten Sessions spannt das Symposium den Bogen von neuen Antriebskonzepten über Material- und Fertigungstechnologien bis zu Fragen der industriellen Transformation. Leichtbau erscheint hier nicht als isolierte Konstruktions- oder Werkstoffdisziplin, sondern als verbindendes Element zwischen Produktentwicklung, Produktion, Kreislaufwirtschaft und digitaler Entwicklung. Er ist eine technologische Querschnittskompetenz, die Branchen und Prozesse zusammenführt.
Im Fokus der Veranstaltung stehen entsprechend nicht nur klassische Leichtbaufragen, sondern auch die erweiterten Anforderungen an effiziente und widerstandsfähige Systeme. Die Sessions reichen von klimafreundlicher Luftfahrt und maritimen Strukturen über thermoplastische Composites und recyclingfähiges Hybriddesign bis zu KI-gestützten Entwurfsmethoden und digitalen Entwicklungswerkzeugen. Das Programm macht damit deutlich, dass Leichtbau heute breiter verstanden und deutlicher an seiner Wirkung gemessen wird als früher – und gerade deshalb für die industrielle Praxis bedeutsam bleiben wird.
Bild oben: Am 18. und 19. Juni trifft sich die Leichtbau-Community zum Leichtbausymposium in der Messe Dresden. (Quelle: Messe Dresden)
Der Blick ins Programm
Eröffnet wird die Veranstaltung wie jedes Jahr durch Prof. Dr. Maik Gude – TU Dresden, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK), Professur für Leichtbausysteme und Multimaterialdesign, Vorstand – sowie Prof. Niels Modler, Prorektor Bildung und lebensbegleitendes Studieren an der TU Dresden und Prof. Thorsten Schmidt, Dekan der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden.
Die weiteren Plenarvorträge nehmen ohne Umschweife das Motto der diesjährigen Veranstaltung auf:
- Marc Fette, CTC: „Erwartungen und Herausforderungen für Leichtbau und Leichtbautechnologien in der Luftfahrt der Zukunft„
- Oliver Schauerte, Volkswagen AG: „Innovative Fahrzeugkonzepte an der Schnittstelle zwischen sich wandelnden Antriebstechnologien und Kundenerwartungen“
- Prof. Wilko Flügge, Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP: „Leichtbau-Ansätze in der maritimen Wirtschaft“
- Prof. Andrius Vilkauskas, LINPRA – Litauischer Verband der Maschinenbau und Technologiebranche: „Agilität als Wettbewerbsvorteil: Litauens Transformation im Maschinenbau und was Europa daraus lernen kann.“ (*)
- Prof. Anna Boczkowska, Dekanin der Fakultät für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik an der Technische Universität Warschau: „Synergien und Mehrwert durch interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit der technischen Hochschulen“
- Dr.-Ing. Christian Weidermann, Siemens AG: „Nachhaltigkeit bei Siemens“
Die mit (*) markierten Redebeiträge befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt noch in Abstimmung.
Im Anschluss an die Plenarsession wird nach dem Mittagessen in die ersten beiden Themensessions aufgeteilt. Von 14:00 Uhr bis zur Kaffeepause um 15:30 Uhr verteilen sich jeweils drei bis vier Präsentationen auf die beiden Themen „Klimafreundliche Flugzeugtriebwerke und ihre zielorientierte Integration“ und „Intelligente und umweltfreundliche Lösungen für die Maritime Industrie: Innovative Ansätze für die Schifffahrt der Zukunft“.
| Thema 1: Klimafreundliche Flugzeugtriebwerke und ihre zielorientierte Integration |
Thema 2: Intelligente und umweltfreundliche Lösungen für die Maritime Industrie: Innovative Ansätze für die Schifffahrt der Zukunft |
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Nach der Kaffeepause geht es mit den beiden Themen „Innovationen in der Luftfahrt für bestehende und neue Märkte“ und „Entwicklungstrends in einer sich wandelnden Automobilindustrie“ weiter:
| Thema 3: Innovationen in der Luftfahrt für bestehende und neue Märkte |
Thema 4: Entwicklungstrends in einer sich wandelnden Automobilindustrie |
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Der zweite Tag beginnt um 9.00 Uhr. Wiederum werden jeweils zwei Sessions parallel angeboten. Die Themen der folgenden zwei Stunden sind „Thermoplastische Kunststoffe der nächsten Generation: Simulation, Digitalisierung und Prozessoptimierung“ oder „Die Zukunft des Multimaterial-Designs: von stabiler Verbindung bis Recyclingfähigkeit“.
| Thema 5: Thermoplastische Kunststoffe der nächsten Generation: Simulation, Digitalisierung und Prozessoptimierung |
Thema 6: Die Zukunft des Multimaterial-Designs: von stabiler Verbindung bis Recyclingfähigkeit |
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Nach der Kaffeepause geht es um 11:00 Uhr weiter mit
| Thema 7: Moderne Technologien für das effiziente Verarbeiten thermoplastischer Composites |
Thema 8: Intelligente Lösungen für Duroplaste: Effiziente Formgebung, kreislauffähige Materialien und digitale Prozessgestaltung |
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und nach dem Mittagessen schließen sich diese Themen an:
| Thema 9: Neutral-Leichtbau: Kreislaufwirtschaft, biobasierte Materialien und nachhaltige Produktkonzepte |
Thema 10: Ingenieurwesen der nächsten Generation: KI-Integration, moderne Simulations- und digitale Entwurfsmethoden |
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Das Ende der Veranstaltung ist für den frühen Nachmittag vorgesehen.
Mein Fazit
Leichtbau zeigt sich in diesem Programm nicht mehr nur als Werkzeug zur Massenreduktion, sondern als Hebel für effizientere Produkte, robustere Prozesse, kreislauffähigere Konzepte und schnelleren Technologietransfer. Wer diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern für die eigene Arbeit einordnen will, findet in den Sessions am 18. und 19. Juni zahlreiche Anknüpfungspunkte – von konkreten Anwendungen bis zu strategischen Fragen für Produktion, Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit.
Autor: Christine Koblmiller, Redakteurin, Gründerin, Fachjournalistin aus Leidenschaft und überzeugter Leichtbau-Fan.
Mit Leichtbauwelt.de habe ich 2018 ein neues Medienformat im B2B-Umfeld geschaffen. Leichtbauwelt ist Inspiration für Ihren Fortschritt und Wissen, wie’s leicht wird. Leichtbauwelt verlinkt, vernetzt und ordnet ein, verlagsunabhängig und transparent. Partei ergreife ich nur für den Leichtbau, von dessen Nutzen ich überzeugt bin.

