9-Kilo E-Bike: Wasserflasche als Tarnkappe für den Akku

9-Kilo E-Bike: Wasserflasche als Tarnkappe für den Akku

Normalerweise verrät sich ein E-Bike schon von Weitem: Komponenten wie ein großer Nabenmotor oder ein sichtbares Akku verraten es sofort. Nicht jedoch beim E-Racebike Domestique Unternehmens HPS aus Monaco. Das Straßen-/Rennrad setzt auf ein extra kleines, leichtes Antriebssystem, das in den Rohren und im Tretlager versteckt ist. Dennoch erreicht es eine Geschwindigkeit bis 25 km/h und wiegt dabei deutlich weniger als 9 kg.

Das Watt Assist Pro Antriebssystem bildet die Grundlage für die leichte Bauweise. Das in Zusammenarbeit mit dem Formel-1-Ingenieur Gary Anderson entwickelte System umfasst einen im Sitzrohr versteckten 200-W-Motor, eine Steuerelektronik im Unterrohr und weitere Systemkomponenten, die im schlanken Tretlager untergebracht sind.

Um das Gesamtgewicht des Bikes niedrig zu halten setzt der Hersteller voll auf einen Carbon-Rahmen und erreicht ein Gewicht von nur 8,5 kg, wohlgemerkt mit Akku an Bord. Das Domestique schlägt in Punkto Gewicht damit sogar einige Straßenfahrräder ohne Batteriebetrieb, ist jedoch nicht ganz das leichteste E-Bike. Diesen Rekord hält derzeit wohl noch die TU Dortmund, so das Fachmagazin ebike news.

Der 193-Wh-Akku ist so geformt, dass er wie eine Wasserflasche aussieht und sich auch so anfühlt, so dass selbst die auffälligste Komponente des E-Antriebssystems nicht schwer oder unhandlich ist. Der „Flaschen-Akku“ wird auf einer speziellen Halterung am Rahmen befestigt, die in Zusammenarbeit mit dem italienischen Hersteller von Wasserflaschenhaltern Elite entwickelt wurde.

Laut Hersteller liefert der Akku zwischen einer und drei Stunden Unterstützung, je nach Einstellung und Nutzung. Das Aufladen dauert etwa zwei Stunden.

Der Vorteil des leichten Rennrads liegt vor allem darin, dass es viel kräfteschonender auch ohne Tretunterstützung zu fahren ist, so dass für manche Strecken der Akku gar nicht unbedingt benötigt wird. Ohne den Akku sinkt das Gewicht des Fahrrads um weitere 1,2 kg, während das Freilaufsystem die Motorübertragung vom Tretlager entkoppelt, so dass das Fahrrad normal treten kann.

Leichtbau hat bei Rennrädern seinen Preis, der von den Fans leichter Bikes aber häufig gerne bezahlt wird: Auch das Domestique ist mit Einstiegspreisen von etwa 12.000 € kein Schnäppchen.

Bild oben: HPS integriert das E-Antriebssystem und die unterstützenden Komponenten in die unteren Rohre und das Tretlager und schafft so eine viel schlankere Verpackung als die größeren, leistungsstärkeren Mittelmotorsysteme, die wir normalerweise an E-Bikes sehen (Quelle: HPS)


Quelle und weitere Infos: Newatlas, ebike news

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