Continental: Leichtbau-Luftfedern für EvoBus

Das Technologieunternehmen Continental macht mit seinem Luftfedersystem mit integriertem Kunststoffabrollkolben Busse und Trucks leichter. Denn im Leichtbau sieht das Unternehmen enormes Potenzial für Lösungen rund um Luftfedersysteme. Kraftstoff sparen, CO2-Ausstoß reduzieren und einen hohen Fahrkomfort gewährleisten, alles möglich dank Leichtbau. Überzeugt von den Vorteilen stattete das Omnibus-Unternehmen EvoBus im Oktober seine gesamte Busflotte mit Leichtbau-Luftfedern mit integriertem Kunststoffabrollkolben aus.

Die Abrollkolben stellen durch die volle Nutzung des Innenluftvolumens und eine spezielle Formgebung den Komfort sicher. Anstelle von Stahl oder Aluminium kommen Kunststoffkomponenten aus Polyamid zum Einsatz. Das spart Gewicht und sichert weiterhin einen hohen Fahrkomfort.

„Wir stehen vor großen Herausforderungen in der Automobilindustrie, die Geschäftsmodelle und Märkte wandeln sich enorm und auch sehr schnell. Leichtbau-Konzepte können speziell bei Energieeffizienz und CO2-Emissionen einen wichtigen Beitrag leisten. Ich sehe kein Ende dieses Trends. Mit der Leichtbau-Luftfeder haben wir auf einen Schlag eine Lösung präsentiert, die den Bus- und Nutzfahrzeugherstellern viel mehr Flexibilität bei der Konstruktion bietet. Kunststoff ermöglicht deutlich mehr Designfreiheit und maßgeschneiderte Formgebung für Komfort.“
(Eckard Neitzel, Leiter der Luftfeder-Produktentwicklung in der Nfz-Erstausrüstung bei Continental)

Die Leichtbau-Luftfeder wurde bereits auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 erstmalig vorgestellt und ist für den Einsatz in Bussen ausgelegt. Sie ermöglicht eine Gewichtseinsparung pro Luftfedermodul zwischen 2 bis 2.6 kg – je nach Achstype im Bus. Im Vergleich zu den jetzigen Anwendungen mit Stahlkolben kann so das Gewicht eines 2-achsigen Stadtbusses bei Verwendung von Leichtbauluftfedern um bis zu 15 kg reduziert werden.

Bild oben: Der integrierte Kunststoffabrollkolben sorgt dafür, dass Busse und Trucks leichter werden. (Quelle: Continental)


Quelle und weitere Infos: Lectura, Continental, Busplaner

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