Kommt die nächste Generation des Wasserstofftank aus England?

Kommt die nächste Generation des Wasserstofftank aus England?

Ein Konsortium britischer Unternehmen – Ultima Forma, Lentus Composites und das National Composites Centre (NCC) – entwickelt gemeinsam einen neuen Hochdruck-Wasserstofftank, der für den Einsatz in Lkw, Bussen und im Off-Highway-Bereich vorgesehen ist.

Das Projekt Hystor wird im Rahmen des Advanced Propulsion Centre (APC) Automotive Transformation Fund finanziert. Geleitet von Ultima Forma soll ein neuer metallischer Liner entwickelt werden, der mit einem faserverstärkten Kunststoff ummantelt ist. Neben einer weiteren Gewichtsreduzierung soll er auch andere Vorteile gegenüber den derzeit auf dem Markt befindlichen Lösungen haben. Der dünnwandige Liner bietet eine undurchlässige Wasserstoffmembran, auf die strukturelle Kohlenstofffasern von Lentus Composites mit Hilfe einer automatisierten Filamentwickelanlage gewickelt werden.

„Wir freuen uns, mit Lentus und dem NCC zusammenzuarbeiten, um verbesserte Speicherlösungen für Hochdruckwasserstoff auf den Markt zu bringen. Wasserstoff-Antriebssysteme sind eindeutig als Teil der Technologie-Roadmap Großbritanniens identifiziert und werden in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle im Energiemix spielen. Druckspeichersysteme sind eine Schlüsselkomponente, bei der die britische Lieferkette eine einflussreiche Rolle spielen kann.“
 Steve Newbury, Geschäftsführer bei Ultima Forma

Im Rahmen des Projekts wird das Behälterdesign analysiert, die Prozesse definiert und erste Tests des Behälterdesigns durchgeführt, um industrielle Nutzbarkeit und eine mögliche Serienfertigung nachzuweisen. Die Prototyp-Behälter werden Tests unterzogen, die für eine künftige Zertifizierung entscheidend sind.

Das Forschungsteam konzentriert sich aber nicht nur auf Lkw-Anwendungen, sondern sieht auch Chancen für diese Technologie in den weiteren Branchen wie Schienenverkehr oder der Luft- und Raumfahrt, wo Wasserstoffspeicherung und minimales Gewicht entscheidende Anforderungen sind.

Das Projekt soll im April 2022 abgeschlossen werden, um dann die Industrialisierung und Zertifizierung der Technologie voranzutreiben.

Bild oben: Britisches Konsortium leitet Projekt zur Entwicklung der nächsten Generation von Wasserstofftanks für Lkw und Busse (Quelle: NCC)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung Lentus, Pressemitteilung NCC

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.