Neues Forschungsprojekt: Kofferaufbau-Bodengruppe in integraler Leichtbauweise

Neues Forschungsprojekt: Kofferaufbau-Bodengruppe in integraler Leichtbauweise

Im Forschungsvorhaben Hyduty sollen Technologien und Prozesse entwickelt werden, um eine Bodengruppe von Kofferaufbauten leichter Nutzfahrzeuge aus neuen Werkstoffen, modular unterteilt in Integralbauweise zu fertigen. Anwendungsbezogen wollen die Forschenden Prozesse und Technologien für die Verarbeitung glasfaserverstärkter Kunststoffe (GFK) und hybrider Werkstoffkombinationen entwickeln. Ziel ist, einen modularen Integralleichtbaubiden zu fertigen, auf einem Versuchsträger zu montieren und abschließend durch Prüfungen am Demonstrator zu validieren.

Zielmarkt des Forschungsvorhabens sind die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP). Das Sendungsaufkommen hatte in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten zu verzeichnen und nun pandemiebedingt nochmals kräftig zugelegt. Um die Vielzahl an Sendungen bewältigen zu können, müssen künftig deutlich mehr Lieferfahrzeuge eingesetzt werden.

Neben hohen Investitionen im KEP-Sektor führt das steigende Verkehrsaufkommen deshalb auch zu einer stärkeren Belastung der Infrastruktur im innerstädtischen Verkehr – und daraus resultierend zu mehr Staus sowie zu einem unerwünschten erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen. Im modernen Fahrzeugbau gilt der Leichtbau als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien zur Senkung der von der EU geforderten Senkung umweltschädlicher CO2-Emissionen [Quelle].

Zwei Drittel des KEP-Fahrzeugbestandes bestehen aus leichten Nutzfahrzeugen bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t. Die Bodengruppen für deren Aufbauten bestehen aus zahlreichen Einzelteilen und sind daher in Fertigung und Montage aufwändig. Ihr Leichtbaupotenzial durch reine Optimierungen ist begrenzt.

Das Projekt „Prozess- und Technologieentwicklung für die Fertigung einer innovativen Kofferaufbaubodengruppe in integraler Leichtbauweise “ ist im Juni 2021 gestartet und wird gefördert durch das BMWi im „Technologietransfer-Programm Leichtbau (TTP LB)“. Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren beträgt das Projektvolumen etwa 800.000 Euro. Die Koordination des Förderprogramms wird über den Projektträger Jülich (PTJ) durchgeführt. Projektpartner sind:  Heinz Schwarz,  Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Bereich Nutzfahrzeugtechnik, LiA Engineering, Meiners 3D Solutions, Universität Paderborn Lehrstuhl für Leichtbau im Automobil (LiA),  Spier Fahrzeugwerk (assoziiert).

Bild oben: Übersicht der Projektziele im Forschungsvorhaben Hyduty (Quelle: Uni Paderborn – LiA)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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