Großflächiges Kunststofffügen mit Multispot

Großflächiges Kunststofffügen mit Multispot

Ohne Fügeprozesse gibt es keinen hybriden Leichtbau. Umso wichtiger sind neue Verfahren zum Fügen von Kunststoffen und Metallen wie der Laser-Fügeprozess aus dem Projekt Multispot, mit dem sich auch größere Flächen fügen lassen.

Bisher konnten durch Laserschweißverfahren eher schmale Schweißnähte erzielt werden. Für größere Anbindungsflächen ist ein großer Laserspot notwendig. Dieser kann jedoch Energie meist nur mit einer konstanten Intensitätsverteilung in das Werkstück eingebringen. Relevant ist dies insbesondere bei Kurven: im äußeren Bereich der Kurve wird bei einem klassischen Ansatz zu wenig, im inneren Bereich zu viel Energie eingebracht.

Der neuen Schweißkopf mit neun einzelnen Laserspots kann nun sowohl Kunststoff an Kunststoff als auch Kunststoff an Metall großflächig fügen. Das Besondere: Die Laserleistung der Spots kann unabhängig voneinander eingestellt werden. Damit lässt sich die Temperatur in der Schweißnaht je nach lokaler Dicke und Beschaffenheit des Materials sowie die Schweißnahtgeometrie einstellen. Equipment und Prozess wurden im Projekt Multispot entwickelt, an dem das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) zusammen mit vier Unternehmen und zwei assoziierten Partnern beteiligt war.

Bild oben: Dieser neuartige Schweißkopf macht großflächige Anbindungen von Kunststoff an Kunststoff und Kunststoff an Metall möglich. (Foto: LZH)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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