Hochtemperaturthermoplaste aus dem 3D-Drucker

Zyklus des Hochtemperaturdrucks eines PEKK-CF vom Pulver über den Verarbeitungsprozess bis hin zum fertigen High-End-Bauteil. (Quelle: NMB / Airbus.com / Neue Materialien Bayreuth)

Die additive Fertigung von Hochtemperaturthermoplasten eröffnet neue Anwendungsfelder im Leichtbau für die Luft- und Raumfahrt oder die Medizintechnik. Die Neue Materialien Bayreuth verfügt für das Verarbeiten dieser High-End-Materialien über eine frei parametrisierbare Selektive-Laser-Sinter-Anlage (SLS).

Der SLS-Prozess ermöglicht Aufbauraten von etwa 10 mm/h ohne die Notwendigkeit von Stützstrukturen, da direkt in das Pulverbett gedruckt wird. Die per SLS gefertigten Bauteile aus Hochtemperaturmaterial weisen gute mechanische Eigenschaften in alle Richtungen auf und können auch in Anwendungen mit hohen thermischen Belastungen eingesetzt werden.

Die größte Herausforderung für einen stabilen Prozess stellen die hohen Temperaturen dar, die im Bauraum für die Verarbeitung der Hochtemperaturthermoplaste erreicht werden müssen. Die SLS-Anlage in Bayreuth erreicht dies mit stabilen Bauraumtemperaturen bis 300 °C. Nahezu alle Materialien lassen sich so problemlos verarbeiten.

Die komplett offene Anlage mit integrierter IR-Kamera eignet sich zudem für die Entwicklung neuer Materialien. Im NMB-Democenter Additive Fertigung mit Kunststoffen stehen neben der Hochtemperatur-SLS-Anlage auch eine weitere SLS-Anlage mit einem Dioden-Laser, ein HP Jet Fusion 3D 4200 Printer sowie Anlagen für verschiedene schmelze-extrusionsbasierte Verfahren zur Verfügung.


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Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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