Leichtbau auf den Punkt: Die kombinierte Prozesskette zum Umformen reduziert bei dünnwandigen Präzisionsrohren den Materialeinsatz und minimiert spanende Nacharbeit für die Serienfertigung.
Eine kombinierte Prozesskette aus Schmieden, Drückwalzen und Einziehen soll großformatige, bodengeschlossene Präzisionsrohre mit dünnen Wandungen und hoher Druckbeständigkeit fertigen. Je nach Bauteilvariante lässt sich das Gewicht des benötigten Ausgangsmaterials dabei um maximal 15 Prozent reduzieren. Gleichzeitig soll die Prozessfolge die Materialausnutzung verbessern und spanende Nacharbeit auf ein Minimum begrenzen.
Für das Anlagenkonzept verbinden die Unternehmen Andritz Schuler Pressen und die WF Maschinenbau und Blechformtechnik ihre Umformtechnologien. Hydraulische Pressen erzeugen zunächst geschmiedete Vorformen. Anschließend formen Drückwalzen und „Hot Spinning“ die Vorprodukte zu Metallhülsen beziehungsweise Metallhüllen weiter. Die Unternehmen haben dazu eine strategische Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Vorteile der kombinierten Prozesskette nutzbar zu machen:
- Reduzierter Materialeinsatz: Das Gewicht des Ausgangsmaterials reduziert sich je nach Variante um bis zu 15% mit direkten Auswirkungen auf Materialkosten und Beschaffungslogistik.
- Optimierte Materialausnutzung: Aufeinander abgestimmte Prozessschritte maximieren die Materialausnutzung. Spanabhebende Bearbeitung wird auf ein Minimum reduziert.
- Reproduzierbare Innengeometrie: Drückwalzen gewährleistet eine präzise prozessstabile Innenkontur der Hülse, die Grundvoraussetzung für ballistische Zuverlässigkeit.
- Industrielle Skalierbarkeit: Die Anlagen sind für Serienproduktion mit hoher Taktfähigkeit ausgelegt.
Das Abstimmen der einzelnen Umformschritte soll dünnwandige Rohrkomponenten mit hoher Materialfestigkeit und reproduzierbarer Innengeometrie ermöglichen. Beim Drückwalzen entsteht eine prozessstabile Innenkontur der Hülse. Die vollständige Prozesskette reicht von der Auslegung der Vorform bis zum fertigen Hohlkörper.
Die Anlagenkonzepte sind für eine Serienproduktion mit hoher Taktleistung ausgelegt. Zu den vorgesehenen Anwendungen zählen großformatige Metallhülsen für systemkritische Einsatzfelder, darunter auch Komponenten für Anwendungen im Verteidigungsumfeld.
Bild oben: Vertragsunterzeichnung der strategischen Kooperation (v.r.): Stefan Rasche – Sales Director WF Maschinenbau, Patric Winterhalter – Director Hydraulik Presses Andritz Schuler, Beate Winkelmann – Beirätin WF Maschinenbau, Paul Thom – Sales Manager Hydraulic Presses, Christian Malkemper – CEO WF Maschinenbau. (Quelle: WF Maschinenbau)
Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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