Drohnen aus nachwachsenden Leichtbaumaterialien

Drohnen aus nachwachsenden Leichtbaumaterialien

Die Forschungsgesellschaft Leichtwerk Research entwickelt derzeit im Forschungsprojekt Hermes – Hocheffiziente, modulare Multikopter auf Basis nachwachsender Rohstoffe – Drohnen aus nachwachsenden Leichtbaumaterialien. Ziel sei es, eine bessere Ökobilanz als eine vergleichbare Struktur aus CFK zu erreichen, sagte  Martin Pietrek, Geschäftsführer von Leichtwerk Research in einem Interview mit dem Drones Magazin.

Gemeinsam mit Partnern entwickelt das Unternehmen für die Multikopter Verbundmaterialien basierend auf speziellen Holzfurnieren aus heimischen Baumarten sowie Flachsfasermaterial aus Frankreich. Hinzu kommen vollständig biobasierte Oberflächenschutzsysteme sowie Klebstoffe und Harze aus derzeit teilweise biobasierten Rohstoffen.

„Wir wollen mit dem Projekt zeigen, dass Nachhaltigkeit und Leichtbau Hand in Hand gehen können. Die von uns eingesetzten Werkstoffe bieten hervorragende Eigenschaften für die Anwendung in der unbemannten Luftfahrt, beispielsweise spezifische mechanische Kennwerte wie Metalle. So ermöglichen sie ultraleichte und zugleich nachhaltigere Strukturbauweisen, als dies etwa mit konventionellen Faserverbundkunststoffen erreichbar ist. Neben der resultierenden höheren Nutzlastkapazität und Flugzeit sind die Materialien zudem oft kostengünstiger als CFK und Co.“
Martin Pietrek, Geschäftsführer von Leichtwerk Research

Der Multikopter soll mit seiner vollständig geschlossenen Bauweise eine spezifische Betriebsleermasse von unter 40 Prozent erreichen. Basierend auf den verfügbaren Daten ist das Fluggerät laut Pietrek damit mindestens zehn Prozent leichter als vergleichbare, vollständig qualifizierte Multikopter mit geschlossenen Bauweisen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Airframe mit modernen, computergestützten Simulationsmethoden und experimentellen Prüfungen der Strukturbelastbarkeit vollständig qualifiziert. Systemkomponenten, wie zum Beispiel Antriebe und Akkus, werden im Projekt lediglich zugekauft und nicht weiterentwickelt, obwohl Leichtwerk auch bei diesen noch Potenziale für Gewichtseinsparungen sieht.

Am Ende des Projekts werde man das Flugsystem mit einem vergleichbaren konventionellen Multikopter in einer Benchmark-Anwendung vergleichen und ein Fazit ziehen. Während im aktuellen Entwicklungsprojekt die technische Machbarkeit der Konstruktion im Vordergrund stehe, werde es in einer späteren Serienproduktion von Bedeutung sein, die Lieferketten ebenfalls so zu gestalten, dass sie den Ansprüchen eines nachhaltigeren Produkts genügen.

Bild oben: Arbeitet an der Entwicklung von Drohnen aus Leichtbaumaterialien: Martin Pietrek. (Quelle: Martin Pietrek)


Quelle und weitere Infos: Drones Magazin

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