DERA: Magnesium-Engpass bleibt vorläufig bestehen

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) schätzt die weltweite Versorgungslage mit dem Leichtbau-Werkstoff Magnesium nach wie vor als angespannt ein. Wie sich die Lage im nächsten Jahr entwickeln wird, ist unsicher. Von der Entwicklung besonders stark betroffen ist die EU, die mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent der chinesischen Magnesiumexporte der weltweit größte Abnehmer ist. Die Folgen seien, so die DERA bereits in den Wirtschaftszweigen spürbar, in denen Magnesium in Aluminiumlegierungen und Druckgussbauteilen eingesetzt wird.

Grund für die Engpässe sind aktuelle Exportdaten aus China, das mit 85% Weltmarktführer für Magnesium ist: Die Ausfuhren sind nach Angaben der chinesischen Zollbehörde um rund ein Viertel zurückgegangen.

Hintergrund sind Produktionskürzungen in der Provinz Shaanxi, dem Zentrum der energieintensiven Magnesiumproduktion. Die Provinz musste infolge der angespannten Energie-Versorgungslage ihren Verbrauch aufgrund staatlicher Vorgaben stark reduzieren.

Die Kürzungen in der Magnesiumproduktion haben dazu geführt, dass der Magnesiumpreis im September 2021 mit über 10.000 US-Dollar pro Tonne auf ein Allzeithoch geklettert ist.

„Derzeit ist das Produktionsvolumen in China für die nächsten Monate kaum abschätzbar. Inwiefern und wieviel Magnesium-Metall für den Export zur Verfügung stehen wird, bleibt abzuwarten.“
Dr. Yun Schüler-Zhou, China-Expertin der DERA.

Bild oben: Preisentwicklung für Magnesium vom 01. Januar 2021 bis zum 21. Oktober 2021. (Quelle: BGR)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Automobilwoche

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