Drohnenfertigung: 3D-gedruckte Werkzeuge beschleunigen Entwicklung

Leichtbau auf den Punkt: Additiv gefertigte Werkzeuge aus carbonfaserverstärktem Polycarbonat ermöglichen die Herstellung präziser Formen für kohlefaserverstärkte Tragflächen im Drohnenleichtbau.


Die additiv gefertigten Formen mussten den Belastungen mehrerer Autoklav-Laminationszyklen standhalten. (Quelle: Xenia Materials)

In einem Beitrag auf 3Druck.com wird an einem Beispiel gezeigt, wie additiv gefertigte Werkzeuge die Entwicklung leichter Faserverbundbauteile deutlich beschleunigen können. Das studentische Drohnenprojekt O.L.I.V.I.A. des Teams Fly-Mi Euroavia Milano vom Politecnico di Milano erreichte bei der UAS Challenge 2025 in Großbritannien den dritten Platz. Die Drohne ist als Starrflügler mit V-Leitwerk und hochgesetztem Tragflügel ausgelegt, fliegt autonom und transportiert Nutzlasten bis 1,75 Kilogramm.

Ein wichtiger Baustein für den Leichtbau war die Fertigung präziser Formen für die kohlefaserverstärkten Tragflächen. Zum Einsatz kamen 3D-gedruckte Werkzeuge aus dem Polycarbonat XECARB 40-C20-3DP, das mit zwanzig Prozent Carbonfasern verstärkt ist. Das Material verbindet nach Angaben des Projektpartners Xenia Materials hohe thermische Stabilität mit Maßhaltigkeit. Es eignet sich damit für Autoklavprozesse. Die gedruckten Formen hielten mehrere Zyklen bei 120 Grad Celsius und rund zwei Bar Druck stand, ohne sich zu verziehen.

Beschrieben wird, dass die Möglichkeit, Werkzeuge schnell anzupassen und präzise nachzubearbeiten, die Entwicklungszeiten verkürzt und die Reproduzierbarkeit verbessert habe.

Bild oben: Rendering der Drohne OLIVIA – Optimized Lightweight Intelligent Vehicle for Immediate Assistance (Quelle: Xenia Materials)


Quelle und weitere Infos: 3Druck.com, Pressemitteilung

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