Leichtbau auf den Punkt: Holz-Hybridwerkstoffe auf Basis von Albasia können in Fahrzeugstruktur, Kofferaufbau und Aufzugskabine Gewicht senken und zugleich die CO₂-Bilanz verbessern.


Im Projekt „SuMatHrA“ untersucht das DLR gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft, wie sich konventionelle Leichtbaumaterialien wie Aluminium oder Stahl durch Holz-Hybridwerkstoffe auf Basis von Albasia ersetzen oder ergänzen lassen. Ziel ist es, die CO₂-Bilanz bereits in der Herstellung zu verbessern und zugleich durch geringeres Gewicht Energieverbrauch und Emissionen in der Nutzungsphase zu senken.

Betrachtet wurden drei Anwendungen: eine crashbelastete Fahrzeugstruktur eines Elektrofahrzeugs, ein Kofferaufbau eines Nutzfahrzeugs und eine Aufzugskabine. Nach Angaben des DLR konnten die Albasia-Hybridmaterialien in allen drei Fällen die technischen Anforderungen erfüllen und zugleich eine signifikante Gewichtsreduktion sowie eine deutlich verbesserte CO₂-Bilanz erreichen.

Besonders konkret fällt der Nutzwert bei der Aufzugskabine aus. Dort ließ sich der Einsatz von Stahl- und Aluminiumblechen stark reduzieren. Durch das geringere Gesamtgewicht kann künftig sogar eine zusätzliche Person pro Fahrt befördert werden.

Für die technische Absicherung untersuchte das DLR unter anderem Fügeelemente, Normen- und Brandschutzanforderungen, mechanische Eigenschaften sowie die Entwicklung von Formholzteilen. Zusätzlich entstanden numerische Simulationsmodelle, die den späteren Einsatz der Materialsysteme in Anwendungen der Elektromobilität unterstützen sollen.

Über das Projekt

Das Projekt „SuMatHrA“ – Substitution konventioneller Materialien für den Leichtbau durch Holz-Hybride mit Albasia erhielt beim Seifriz-Preis 2026 eine lobende Anerkennung. Projektpartner sind neben der in der Pressemitteilug genannten Alfred Kiess GmbH und dem Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – Institut für Fahrzeugkonzepte weiterhin die Fairventures Wordwide FVW gGmbH, sowie die Unternehmen Broszeit und Volkswagen. Das Projekt lief über drei Jahre (2021-2024) und wurde im Technologietransferprogramm Leichtbau des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Bild oben: Projekt Sumathra – crashbelastete Fahrzeugstruktur (Quelle: DLR)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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