Smarter Leichtbau-Rollstuhl für sichere Mobilität

Smarter Leichtbau-Rollstuhl für sichere Mobilität

Vielleicht kann ein Rollstuhl künftig vom Hilfsmittel zum Begleiter werden – diese Hoffnung äußert in einem Interiew auf heise online der Entwickler Andrew Slorance zu seinem Prototyp eines smarten Rollstuhls basierend auf carbonfaserverstärktem Kunststoff. In dem Interview beschreibt er eindrücklich, warum ein Rollstuhl leicht sein muss.

„Er war so riesig und schwer, dass ich nie weit kam, bis mir die Kraft ausging. Manchmal konnte ich nicht mal einen Hügel hinunterfahren, weil ich wusste, ich würde nicht wieder hochkommen.“
Andrew Slorance, Phoenix instinct

Doch Leichtbau alleine sei nicht ausreichend, auch der Schwerpunkt des Rollstuhls muss sich den Bewegungen des Menschen anpassen. Deshalb ist Hauptachse des Phoenix | Wheelchairs aus Carbonfaser beweglich ausgeführt, so dass sie sich selbständig bei jeder Bewegung unter den Schwerpunkt des Nutzers bewegt. Die Kippgefahr ist damit ebenso gebannt, wie der Kraftaufwand zum Antreiben minimiert.

Dazu wurden Kraftaufnehmer, Kreisel und Beschleunigungsmesse integriert. Die Gewichtsoptimierung wurde über einen Carbonfaserrahmen erreicht. Das Gesamtgewicht des Prototypen liegt bei etwa sechs bis sieben Kilogramm – inklusive Elektronik und einer Batterie, die die Antriebskraft an Steigungen unterstützt – und dem schwinungsdämpfenden Material im Rahmen.

„Das ist vergleichbar mit den vier bis fünf Kilogramm der leichtesten Leichtbau-Rollstühlen.“
Andrew Slorance, Phoenix instinct

Ein BigRep-Großformat-3D-Drucker machte die Entwicklung des Stuhls in einem engen Zeitrahmen möglich. Dabei wurden Rahmen in Originalgröße gedruckt, um sie vor Ort zu testen.

Bild oben: CFK macht diesen Rollstuhl zum echten Leichtgewicht. (Quelle: Phoenix Instinct) 


Quelle und weitere Infos: Interview heise online, Blogpost

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