Wie man E-Fahrzeuge besser gegen Crashs auslegt

Wie man E-Fahrzeuge besser gegen Crashs auslegt

Projektpartner im LACEF-Projekt des acs. (Quelle: acs)

Im Forschungsprojekt Lacef hat das Automotive Center Südwestfalen (acs) gemeinsam mit Partnern verbesserte Konzepte für das lastpfadgerechte Auslegen von Crashstrukturen in E-Fahrzeugen entwickelt. Der Fokus des Projekts lag auf den Crashstrukturen des Vorderwagens. Im Vergleich zu Verbrennern verändern sich bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen durch den Wegfall des massiven Motorblocks die grundlegenden Randbedingungen. Zudem erhöht die Traktionsbatterie das Fahrzeuggesamtgewicht und verändert den Schwerpunkt. Beides hat Auswirkungen auf die Crash-Lastpfade der Karosserie.

Bei dem Projekt wurde ein Modell eines Verbrennerfahrzeugs zu einer vereinfachten E-Variante modifiziert. Die Konzeptentwicklung im Anschluss wurde mit Hilfe von Marktanalysen, Crashsimulationen und im regelmäßigen Austausch mit Experten des Projektkonsortiums durchgeführt.

Bereits im frühen Stadium der Untersuchungen zeigte sich aufgrund höherer Beanspruchungen der Bedarf einer Neuentwicklung existierender Vorderwagenstrukturen. Mit Hilfe von FEM-Analysen und Optimierungsprogrammen wurden im weiteren Verlauf mehrere Konzepte unter Berücksichtigung des Leichtbaus belastungs- und fertigungsgerecht ausgelegt.

Im Endergebnis setzten sich zwei komplett unterschiedliche Konzepte mit einer vergleichbaren Crashperformance durch. Während die unteren und oberen Hilfslastpfade identisch sind, unterscheidet sich der Hauptlastpfad. Konzept I besteht aus Aluminium-Strangpressprofilen, die eine Fachwerkstruktur bilden. Konzept II weist eine innovative Stahl-Blech-Struktur in Sandwichbauweise auf.

Bild oben: Für Elektro-Fahrzeuge müssen aufgrund veränderter Schwerpunkte andere Lastpfade berücksichtigt werden. (Quelle: Pixabay)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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