Architektur: Wie lassen sich 3D-Textilien und 3D-Druck sinnvoll kombinieren?

Architektur: Wie lassen sich 3D-Textilien und 3D-Druck sinnvoll kombinieren?

6dTEX – Leichtbauteile aus 3dTEX in Kombination mit 3dDRUCK (Quelle: FRA-UAS)

Lassen sich neue Leichtbau-Anwendungen in der Architektur finden, wenn man die Verfahren der Herstellung von 3D-Textilien und den 3D-Druck als synergetische Kombination betrachtet?

Um das herauszufinden, sollen an der Frankfurt University of Applied Sciences im Projekt 6dTEX diese Zusammenhänge insbesondere für Abstandsgewirke untersucht werden. Durch ihre dreidimensionale, maschengeprägte Sandwichstruktur mit optional unterschiedlich porösen Decklagen und Zwischenräumen vermuten die ForscherInnen, dass sie sich im Zusammenspiel mit additiven Verfahren eignen könnten, um resiliente Verbundelemente aus werkstoffgleichen, recycelbaren Materialien zu generieren. In Frage kommen diese als nichttragende Sekundärbauteile in der Gebäudehülle – wie beispielsweise Fassade, Dach oder Sinnenschutz.

Durch additive Fertigungsverfahren könnte die Oberflächenstruktur der 3D-Textilien mit einem definierten dreidimensionalen Gegenpart ergänzt werden. So entstehen ineinandergreifende Reliefstrukturen aus Fasern auf der einen und erhärtendem oder elastischem, opakem oder transluzentem Druckmaterial. Der 3D-Druck bietet dabei verschieden Möglichkeiten: So könnten die sonst offenen Kanten des textilen Sandwichs geschlossen werden oder man könnte bei Bedarf Kanäle ausbilden.  Generell – so die Annahme – könnten so im Verbund mit dem Textil ebenso viele unterschiedliche Gestaltungsoptionen wie mechanische oder bauphysikalische Qualitäten entstehen.

Die Herausforderung besteht – wie häufig im Leichtbau – im Verbundverhalten: Wie lassen sich elastische, das heißt nicht druckfeste, textile Sandwichstrukturen bedrucken? Die Materialpaarungen sind dabei höchst unterschiedlich: Polymerverbünde wie PET-Fasern und PET-Druck, Glasfasern und Glasdruck, Basaltfasern und Betondruck oder auch zellulosebasierte Fasern mit zellulosebasiertem Druckmaterial.


Quelle und weitere Infos: Zukunft Bau

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