Beim Bau von Passagierschiffen dominieren noch immer Stahl und Aluminium. Im Projekt „GreenLight“ des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM entstehen biobasierte und nachhaltige Faserverbundwerkstoffe, die sich für lasttragende Komponenten eignen und die hohen Brandsicherheitsstandards der Schifffahrt erfüllen.
Bereits in der Konstruktions- und Werkstoffentwicklungsphase wollen die Forschenden weitere Aspekte wie die Demontage und eine Kreislauffähigkeit der Werkstoffe und Bauteile berücksichtigen. Zudem wollen sie die phenolischen Komponenten der in den Polymeren verwendeten Benzoxazinen aus nachwachsenden Rohstoffen (Mais, Sesam) gewinnen. Besonderes Augenmerk der Forschenden liegt auf den ökologischen und sozialen Faktoren im Rahmen einer Nachhaltigkeitsanalyse.
Den Faserverbunden in Form von Pasten beigemengte Sensoren erlauben eine Zustandsüberwachung der Materialien im Betrieb. Damit hofft das Projektteam, die Auslegung der Werkstoffe in der Fertigung zu verbessern und die Anzahl der Wartungszyklen sowie den Wartungsaufwand zu reduzieren. Die Sensoren ermöglichen es zudem, einen digitalen Zwilling zu erstellen, der das Material über den gesamten Lebenszyklus abbildet und für die Bewertung der Langzeiteigenschaften verwendet werden kann.
Bild oben: Im Schiffbau werden bisher noch kaum Faserverbundwerkstoffe verwendet. In einem Projekt des Fraunhofer IFAM sollen nun passende Werkstoffe entstehen. (Quelle: Pixabay / hpgruesen)
Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung Fraunhofer IFAM, Ecomat Bremen, K-Aktuell

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