Carbon Nanotubes sollen Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen

Carbon Nanotubes sollen Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöhen

Die Beheizung von Elektrofahrzeugen mittels Carbon Nanotubes (CNT) zu verbessern ist das Ziel eines Forschungsprojektes an der Hochschule Osnabrück. Im Einsatz: elektrische Heizsysteme der Osnatech, die auf Basis der CNT-Technologie arbeiten.

Elektrofahrzeuge werden in der Regel per Heizgewebe oder Wärmepumpe beheizt. Das kostet jedoch Strom, der für die Fahrt nötig sein kann. Die Carbon Nano Tube-Technologie (CNT) erzeugt bereits bei niedrigeren Temperaturen einen nennenswerten infraroten Strahlungsanteil. Dazu benötigt sie weniger Energie, als das mit klassischen Werkstoffen möglich ist. Zugleich kann sie auf weitere Elemente, etwa eine Wärmepumpe, verzichten, was zur Gewichtseinsparung beiträgt.

Osnatech entwickelt und fertigt als erstes Unternehmen weltweit elektrische Heizsysteme auf Basis der CNT-Technologie. In der Gebäudetechnik wird dieses Verfahren bereits angewendet. Für die Serienfertigung in Elektrofahrzeugen bedarf es jedoch der Weiterentwicklung.

Die spannendste Frage dabei ist, wie sich die CNT-Technologie auf komplexe Fahrzeugteile aufbringen lässt. Die Lösung bringt ein Verfahren, das es erlaubt, Nanopartikel in einem Schichtaufbau auf das Trägermaterial aufzubringen, etwa auf Karosserieteile. Osnatech hat vor kurzem ein Patent dazu angemeldet. Vor den Kooperationspartnern liegt jedoch noch weitere Entwicklungsarbeit. Daher wird nun das Projekt über zwei Jahre durch das BMWi  mit rund 200.000 Euro gefördert.

Bild oben: Nano-Wärmetechnologie im Test: Eine CNT-Heizschicht, appliziert auf einem Armaturenträger. (Quelle: Osnatech)


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung, Emobilserver.de, Composites World, Neue Osnabrücker Zeitung, Electrive.net

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