Digitales Tränkungszentrum für die kontinuierliche Fertigung

Das digitalisierte Tränkungszentrum (DiTz) in Zusammenspiel mit dem Autoklav für die Suction Rib. (Quelle: DLR)

Für eine reproduzierbare und prozessbegleitend nachsteuernde, kontinuierlichen Fertigung von Bauteilen aus duroplastischen Faserverbundwerkstoffen hat die Firma Bolle & Cords gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine mobile und vielseitig einsetzbare Tränkungsanlage entwickelt.

Digicomp erhält mit dem Digitalisierten Tränkungszentrum (DiTz) eine weitere Komponente zur qualitätsgesicherten und nachhaltigen Fertigung von FVK-Strukturen im LRI-Verfahren (Liquid Resin Infusion). (Quelle: DLR)

Das digitale Tränkungszentrum (DiTz) erlaubt einen intelligenten, vollautomatischen und einen rein manuellen Betrieb. Einmal eingestellt werden die Teilschritte des Fertigungprozesses (Evakuieren, Leckagedetektion, Harzerwärmung und -entgasung sowie Tränkung, Spülen und Nachdrücken) selbstständig durchlaufen. Der kontinuierliche Dauerbetrieb wird durch zwei Harzvorratsbehälter und einem leistungsstarkem Mikrowellenheizsystem sowie durch eine erweiterte Zustandsüberwachung mit offener Schnittstelle zu den externen Sensoren der Prozessinfrastruktur ermöglicht.

Algorithmen und die Software zur Auswertung der Prozessdaten machen es möglich, Prozesse nachhaltig zu gestalten, indem individuelle Soll- und Regelparameter vorgegeben werden. Das DiTz kann so mit der übergreifenden Prozessdaten- und Bauteilzustandserfassung unerwarteten Prozessabweichungen kurzfristig entgegenwirken.

Ihre Stärken zeigte die Anlage im Rahmen des Clean Sky 2-Projekts HLFC-Win. Hier entstand eine geometrisch komplexe „Suction Rib“-Struktur in einem Out-of-Autoclave-Prozess (OOA). Sie ist Teil einer neuen, platzsparenden Bauweise für den HLFC-Laminarflügel (Hybrid Laminar Flow Control), bei dem Kompressor und Ansaugsystem in die Flügelrippenstruktur integriert sind und ist eine besondere Herausforderung für eine schnelle und vollständige Tränkung.


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Quelle und weitere Infos: DLR

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