Patent validiert: selbstabdichtende RTM-Werkzeuge

Forschende des Lehrstuhls für Leichtbau im Automobil (LiA) der Universität Paderborn haben 2019 einen Mechanismus gefunden, wie sich Werkzeuge für das RTM-Verfahren selbst abdichten. Die Wissenschaftler ersetzten die bei Harzinfusionsverfahren wie dem Resin Transfer Moulding (RTM) eingesetzten, stark verschleißbehafteten Dichtkomponenten, indem sie die Randbereiche des Werkzeugs intelligent gestalteten und das aushärtende Harz die Werkzeuge abdichtete.

RTM mit selbstabdichtenden Werkzeugen

Die Projektinhalte des Forschungsvorhabens Projektinhalte„sediWe“. (Quelle: Universität Paderborn)

In einem Folgeprojekt konnten sie diese nun erfolgreich für die Patentierung validieren. Dabei untersuchten sie die technische Umsetzbarkeit der neuen Dichttechnologie experimentell auf Proben- und Bauteilebene. Der Dichtbereich, in dem durch den lokal erhöhtem Fließwiderstand und das Temperaturprofil das injizierte Harz umgehend aushärtet, wodurch sich das Werkzeug selbst abdichtet, wurde dabei neu abgestimmt und optimiert.

Die Wissenschaftler überprüften die Anwendung in komplexen und hochbeanspruchten Komponenten an einer hybriden Kardanwelle aus CFK und Stahl. Dabei wurde deutlich, dass das Dichtkonzept keine negativen Einflüsse auf die Verbundfestigkeit hat. Die abschließende Wirtschaftlichkeits- und Effizienzanalyse zeigte, dass sich die Mehraufwände für die neue Dichttechnologie rechnen, denn es entfallen kostenspieliege Kontroll- und Wartungszyklen, wie sie für konventionelle Dichtungen notwendig sind.

Bild oben: Die Projektinhalte des Forschungsvorhabens Projektinhalte„sediWe“. (Quelle: Universität Paderborn) 


Quelle und weitere Infos: Universität Paderborn, Projektträger Jülich

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.