Fasersensor überwacht CFK-Bauteilbelastung

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden hat ein werkstoffintegriertes System zur Überwachung der Belastung von CFK-Bauteilen in Flugzeugen entwickelt. Zusammen mit einem kleinen Messgerät erlaubt es eine modifizierte Carbonfaser, den Belastungszustand an jeder Stelle der Faser genau, also ortsaufgelöst, zu bestimmen.

„An unserem Labordemonstrator konnten wir bereits eine erstaunliche Empfindlichkeit und die ortsaufgelöste Dehnungsmessung direkt während der Nutzung nachweisen. Im Rahmen des Projektes ‚MonStrain‘ werden wir diese Sensortechnologie nun für Anwendungen in großen Strukturen skalieren und so den Schritt aus dem Labor wagen.“
Prof. Niels Modler, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden

Das Projekt MonStrain wird vom BMWi im Rahmen des LuFo-VI Calls bis Mitte 2024 gefördert und durch das DLR koordiniert. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit der Akademischen Fliegergruppe der TU Dresden e.V. (Akaflieg Dresden e.V.) einen Tragflächendemonstrator für ein Segelflugzeug mit einem derartigen ortsauflösenden Sensor auszustatten, um die Robustheit des Messverfahrens auch für große Strukturbauteile nachzuweisen.

Da die Technologie auf der Auswertung von elektrischen Signalen beruht, ist die notwendige Peripherie beziehungsweise Auswerteeinheit erheblich günstiger, leichter und vor allem kleiner als alle vergleichbaren Systeme. Daher ist sie laut Prof. Modler prädestiniert für Anwendungen im Mobilitätssektor. Das ILK glaubt, mit der Technologie ein neues Feld in der Zustandsüberwachung erschließen zu können. Die Technologie könne in vielen weiteren Branchen eingesetzt werden.

Bild oben: Im Rahmen des Projekts MonStrain (im Bild das Projektlogo) soll ein Tragflächendemonstrator für ein Segelflugzeug mit einem Kohlenstoffsensor ausgestattet werden, der die Belastung misst. (Quelle: Akaflieg Dresden) 


Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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