Fraunhofer IWU: Mehr Raum für Kunststoffforschung in Zittau

Das Kunststoffzentrum des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Zittau wächst: Derzeit wird das bestehende Technikum zu einer großen Forschungshalle erweitert.

Damit wächst die nutzbare Fläche von 146 m² auf über 700 m² – genug Raum, um die Forschungs- und Entwicklungsarbeit für Leichtbau, additive Fertigung und Automatisierung zu erweitern. Dazu sollen in Zukunft hochmoderne Verarbeitungsmaschinen und Analysegeräte zur Verfügung stehen.

Etwa ein kombiniertes 3D-Druck-Fräsportal für die weitere Erforschung und Optimierung der Produktion individueller Großbauteile vor allem für Klein- und Mittelserien. Eine großformatige Hochleistungspresse ermöglicht dann die Abbildung industrietauglicher Prozesse zur Herstellung komplexer Leichtbauteile, unter anderem aus naturfaserverstärktem Kunststoff (NFK).

Das Kunststoffzentrum (FKO) besteht seit 2011. Unter anderem entstanden hier neue Herstellungsverfahren für Windräder mit naturfaserverstärkten Kunststoffen sowie mit „SEAM“ (Scew Extrusion Additive Manufacturing) eine Technik für die Fertigung komplexer Kunststoffbauteile im großformatigen Industrie-3D-Druck mittels Robotern oder Fräsportalen.

Derzeit stehen vor allem Wasserstoff-Technologien im Fokus des FKO. Geplant ist beispielweise das Verbundvorhaben „WALEMO“, innerhalb dessen autonome, wasserstoffbetriebene Shuttles für den öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum entwickelt werden sollen.

Bild oben: Das erweiterte Kunststoffzentrum soll 40 Wissenschaftlern Platz bieten. (Quelle: Fraunhofer IWU)


Quelle und weitere Infos: Kunststoff Web, Wirtschaft+Markt.de, Mitteldeutscher Rundfunk

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