Holz-Beton-Verbundelemente kleben statt schrauben

Holz-Beton-Verbundelemente kleben statt schrauben

Mit einer innovativen Klebtechnik können leistungsfähige Holz-Beton-Verbundelemente für den mehrgeschossigen Hochbau schneller und einfacher hergestellt werden. Das Holz im Betonelement reduziert das Gewicht und erlaubt Leichtbau-Lösungen im Bauwesen.

Bild oben: Durch die neue Schnellklebetechnik lassen sich tragfähige Holz-Beton-Verbundelemente mit langen Spannweiten herstellen (hier 6,15 m). (Quelle: Fraunhofer WKI)

Durch die mögliche Vorfertigung werden die Verbundelemente konkurrenzfähiger gegenüber reinen Betonelementen. Damit erschließt sich ein weiteres Anwendungsfeld für den nachwachsende Rohstoff Holz im Bauwesen. Die Technologie wurde in einem Kooperationsprojekt von Forschenden unter Beteiligung des Fraunhofer WKI entwickelt.

Holz-Beton-Verbundelemente (HBV-Elemente) können beispielsweise als Deckenelemente eingesetzt werden. Im Vergleich zu reinem Betonbau und reinem Holzbau bieten sie einige Vorteile.

„In der Kombination von Holz und Beton werden die spezifischen Druck- und Zugfestigkeiten der Materialien ideal kombiniert. Vorteile der Verwendung ergeben sich außerdem für den Schall- und den baulichen Brandschutz.“
Malte Mérono, Projektleiter am Fraunhofer WKI.

Für die HBV-Elemente kann Fichten- oder Buchenholz verwendet werden, das nahezu überall in Deutschland lokal verfügbar ist. Es speichert CO2 für lange Zeit im Bauteil und reduziert das Bauteilgewicht, was nachhaltige Leichtbaulösungen ermöglicht.

Die Schnellklebetechnik des Fraunhofer WKI, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig und dem Fachgebiet »Bauwerkserhaltung und Holzbau« der Universität Kassel entwickelt wurde, ist sowohl für die Montage auf der Baustelle als auch für eine Vorfertigung im Werk geeignet. Die Forscher fanden heraus, dass auch schalungsglatte Betonoberflächen mit Fichten- und Buchenholz geklebt werden können, wenn konsequent auf Trennmittel in der Betonherstellung verzichtet wird. Durch diese Vorgehensweise wird die Herstellung von HBV-Elementen einfacher und damit wirtschaftlich attraktiver.

In Kooperation mit dem Internationalen Verein für Technische Holzfragen e. V. (iVTH) wurden die relevanten Erfahrungen und Herstellungsschritte zur Anwendung der Heißklebetechnik von HBV-Elementen in Form eines kompakten Dokuments zusammengefasst und können der Industrie zur Verfügung gestellt werden.


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Quelle und weitere Infos: Pressemitteilung

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